In ihrer Rede vor der Parlamentarischen Versammlung hat die maltesische Präsidentin, Myriam Spiteri Debono, auf das sechs Jahrzehnte währende Engagement ihres Landes im Europarat verwiesen und die Rolle der Organisation als Forum hervorgehoben, das es ermöglicht, „unsere Grundwerte zu pflegen, zu verteidigen und in konkrete Maßnahmen umzusetzen“.
Demokratie auf dem Prüfstand
Als „Frau und europäische Bürgerin“ betonte sie die Herausforderungen, denen Europa heute gegenübersteht, darunter zunehmende Diskriminierung, geschlechtsspezifische Gewalt und der Missbrauch digitaler Technologien, aber auch die Bedrohungen für schutzbedürftige Gruppen, insbesondere Kinder. „Die Geschichte lehrt uns, dass erworbene Rechte nicht automatisch garantiert sind. Wir müssen wachsam bleiben, damit demokratische Werte niemals ausgehöhlt werden“, mahnte sie.
Sie unterstrich außerdem die Fortschritte Maltas bei der Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und der Stärkung der Rolle der Frau sowie der Beteiligung junger Menschen und rief zu gemeinsamen Maßnahmen zur Verteidigung der demokratischen Freiheiten auf. „Veränderung ist kein Zufallsprodukt. Sie entsteht, wenn Menschen sie mit Überzeugung und Mut einfordern und mit Beharrlichkeit und Überzeugungskraft herbeiführen“, erklärte sie und fügte hinzu, dass „Demokratie gelebt und durch Gerechtigkeit, Gleichheit und bürgerschaftliches Engagement gestützt werden muss“. (weiter)
Maltesischer Vorsitz im Ministerkomitee

