Am 16. April werden die Ständigen Vertreter der Minister über das Thema „Zusammenleben in Vielfalt“ diskutieren. Bei diesem informellen Treffen sollen drei Gruppen zu Wort kommen, die besonders anfällig für Diskriminierung sind: ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen sowie Roma und Fahrende*.
Ziel des Treffens ist es, die Ungleichheit, mit der diese Gruppen konfrontiert sind, hervorzuheben, damit sie nicht vergessen, isoliert und stigmatisiert werden, und den politischen Willen der Mitgliedsstaaten des Europarates zu bekräftigen, konkrete Maßnahmen zur Förderung der Inklusion aller durchzuführen.
Förderung des „Zusammenlebens“: eine partizipative Antwort auf Diskriminierung
Angesichts der Bedrohung der Werte des Europarates durch den zunehmenden Populismus, das Erstarken des auf Intoleranz basierenden Extremismus und den Niedergang der Demokratie muss der Schutz aller Bürgerinnen und Bürger ein fester Bestandteil der Arbeit der Organisation sein. Ohne Vielfalt und „Zusammenleben“ wird die Grundlage unserer europäischen Werte in Frage gestellt.
Die Förderung des Konzepts des „Zusammenlebens“ ist ein partizipativer, dynamischer und kontinuierlicher Prozess, der auf gegenseitigem Respekt, Toleranz und Solidarität beruht.
Aus diesem Grund hat der luxemburgische Vorsitz im Ministerkomitee beschlossen, das „Zusammenleben“ als Priorität zu fördern und denjenigen eine Stimme zu geben, die in unseren Gesellschaften am meisten von Diskriminierung betroffen sind.
Der Vorsitzende der Ständigen Vertreter, Botschafter Patrick Engelberg, wird die Sitzung eröffnen, bevor er den verschiedenen Gastrednern das Wort erteilt.
* Der Begriff „Roma und Fahrende“ wird beim Europarat verwendet, um die große Vielfalt der Gruppen zu erfassen, auf die sich die Arbeit des Europarates in diesem Bereich erstreckt: einerseits a) Roma, Sinti/Manusch, Calé/Gitanos, Kaale, Romanichals, Băeși/Rudari; b) Balkan-Ägypter (Ägypter und Aschkali); c) orientalische Gruppen (Dom, Lom und Abdal); und andererseits Gruppen wie Travellers, Jenische und die mit dem Verwaltungsbegriff „Fahrende“ bezeichneten Bevölkerungsgruppen sowie Personen, die sich selbst Zigeuner nennen. Diese erläuternde Fußnote ist keine Definition der Begriffe „Roma“ und/oder „Fahrende“..

