Zurück Politische Maßnahmen, Normen und Investitionen für eine inklusive und nachhaltige Betreuung älterer Menschen

Betreuungssysteme müssen die europäischen Werte widerspiegeln
Bis 2050 wird fast jede dritte Person in Europa über 65 Jahre alt sein, was politische Herausforderungen mit sich bringt

Bis 2050 wird fast jede dritte Person in Europa über 65 Jahre alt sein, was politische Herausforderungen mit sich bringt

Europa befindet sich in einer entscheidenden Phase, die durch einen raschen Wandel seiner demografischen Landschaft gekennzeichnet ist. Im Jahr 2050 wird fast jede dritte Person in Europa – das sind mehr als 134,5 Millionen Menschen – über 65 Jahre alt sein.

Um diesen Wandel und seine Auswirkungen auf die Gesundheits- und Sozialsysteme, die Wirtschaft und das Gefüge unserer Gesellschaften und Demokratien zu diskutieren, organisieren der Europarat und die Entwicklungsbank des Europarates (CEB) am 9. Dezember 2025 in Straßburg eine Themenkonferenz.

Neugestaltung der Betreuungssysteme und Umsetzung von Normen in Maßnahmen

Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen Fragen zur Gestaltung der Betreuungssysteme, zur Investition von personellen und finanziellen Ressourcen und zur Aufrechterhaltung der Solidarität zwischen den Generationen.

„Für den Europarat liegt die Antwort im Kern seiner Aufgabe – dem Schutz der Menschenrechte und dem Grundsatz, dass niemand zurückgelassen werden darf“, erklärte der Generaldirektor für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit beim Europarat, Gianluca Esposito, in seiner Eröffnungsrede.

Mit Instrumenten wie der Europäischen Sozialcharta und ihrem Artikel 23, der den Schutz und die Teilhabe älterer Menschen fordert, sowie der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, die garantiert, dass Würde und Pflege gewährleistet sind, bietet der Europarat eine solide rechtliche und politische Grundlage. Diese Arbeit wird durch zwischenstaatliche Ausschüsse, den Lenkungsausschuss für Menschenrechte, die Parlamentarische Versammlung und den Kongress unterstützt, die sich auf integrierte Weise mit Inklusion, Gleichstellung und Gesundheit befassen.

Die Entwicklungsbank des Europarates (CEB) trägt zu dieser Aufgabe bei, indem sie die Normen in konkrete Maßnahmen umsetzt. Sie finanziert Projekte in vorrangigen Bereichen wie Gesundheits- und Sozialinfrastruktur, bezahlbarem Wohnraum, Programmen zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen und Zugang zu Bildung und Beschäftigung.

„Seit 1956 ist die CEB eine treibende Kraft für positive Veränderungen, indem sie Projekte finanziert, die Leben verändern, Gemeinschaften stärken und den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen erleichtern“, erklärte der Vize-Gouverneur für Zielländer bei der CEB, Tomáš Boček. „Wir haben Betreuungseinrichtungen modernisiert, lokale Dienstleistungen ausgebaut, die Langzeitpflege verbessert und die Selbstständigkeit durch bessere Wohnverhältnisse und barrierefreie Einrichtungen gefördert. Diese Maßnahmen zeigen, dass gut durchdachte, zielgerichtete und lokal verankerte Investitionen nicht nur einzelne Pflegeeinrichtungen, sondern ganze Systeme verändern können“, fügte er hinzu. (weiter)


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