Wie können junge Menschen in der Ukraine, die mit dem anhaltenden Angriffskrieg der Russischen Föderation konfrontiert sind, am besten unterstützt werden? Dies war das Hauptthema eines Besuchs, den eine Gruppe von etwa 30 jungen Aktivistinnen und Aktivisten aus ganz Europa vom 10. bis 15. Oktober in Lwiw (Ukraine) und Lublin (Polen) durchgeführt hat. Dieser Besuch wurde von der Jugendabteilung des Europarates organisiert.
Im Laufe des Studienbesuchs in Lwiw, der Europäischen Jugendhauptstadt 2025, haben zehn Vertreterinnen und Vertreter von Jugendorganisationen aus acht europäischen Ländern lokale Jugendakteure getroffen, insbesondere jene der Europäischen Jugendhauptstadt 2025, des Netzwerks TVORY!, des regionalen Jugendzentrums von Lwiw und der Nichtregierungsorganisation Feminist Workshop. Die jungen Menschen haben im Zentrum Urban Camp auch vertriebene Familien aus Bachmut und Mariupol getroffen, um ihre Erfahrungen und die Probleme, mit denen sie konfrontiert sind, kennenzulernen. Sie gedachten darüber hinaus Jaryna Baslewytsch, einer ukrainischen Jugendarbeiterin, die mit ihrer Mutter und ihren zwei Schwestern bei einem russischen Raketenangriff am 4. September getötet wurde.
Der Besuch wurde dann in der Stadt Lublin in Polen (Europäische Jugendhauptstadt 2023) fortgesetzt. Eine Gruppe von 30 Personen, die sich aus jungen Aktivistinnen und Aktivisten und Vertreterinnen und Vertretern von Jugendorganisationen zusammensetzte, von denen die Hälfte aus der Ukraine stammt, diskutierte über Jugendarbeit in Kriegszeiten, psychische Gesundheit und Zugang zu Menschenrechten, Friedenserziehung, den Kampf gegen Diskriminierung sowie die Entwicklung ihrer praktischen Fähigkeiten. Das letztliche Ziel ist die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen jungen Ukrainerinnen und Ukrainern und jungen Menschen anderer europäischer Länder.
Die Aktivität in Lublin fand im Rahmen der kontinuierlichen Anstrengungen des Europäischen Jugendwerks zur Unterstützung von Initiativen junger Menschen in der Ukraine statt. In den vergangenen zwei Jahren wurden im Rahmen des Programms 40 Projekte, an denen mehr als 3.700 junge Menschen beteiligt waren, mit einem Gesamtvolumen von mehr als 600.000 Euro gefördert.

