Zurück Ungarn: Behörden haben nicht genug zum Schutz von Migrantenkindern vor sexuellem Missbrauch an der serbisch-ungarischen Grenze unternommen

Ungarn: Behörden haben nicht genug zum Schutz von Migrantenkindern vor sexuellem Missbrauch an der serbisch-ungarischen Grenze unternommen

In einem heute von einem Kinderrechtsausschuss des Europarates verabschiedeten Bericht wird der Mangel an wirksamen Maßnahmen zum Schutz von Migrantenkindern und asylsuchenden Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch in den Transitzonen an der serbisch-ungarischen Grenze beklagt.

Im Anschluss an einen im Jahr 2017 in den Transitzonen durchgeführten Besuch und an Empfehlungen, die im vergangenen Jahr an die ungarischen Behörden gerichtet wurden, ist der Ausschuss der Vertragsparteien des Übereinkommens des Europarates zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch („Lanzarote-Komitee“) zu dem Schluss gekommen, dass die Kinder in diesen Zonen weiterhin unnötigen Risiken ausgesetzt sind, weil die ungarischen Behörden trotz einiger positiver Entwicklungen (wie der Einführung von Schulungen und der Einrichtung von Schattenbereichen) keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen haben, um sie zu schützen.

Der Bericht hebt die andauernden Schwierigkeiten hervor, vor denen die Kinder stehen: Sie reichen von der Verweigerung des Zutritts zu den Transitzonen für Nichtregierungsorganisationen bis zu ungeeigneten Verfahren zur Feststellung des Alters.

Europarat Straßburg 6. Juni 2019
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