Ein neues Instrument des Europarates bietet eine Orientierungshilfe und einen strukturierten Ansatz zur Durchführung von Risiko- und Folgenabschätzungen bei der Anwendung von Systemen der künstlichen Intelligenz (KI). Die HUDERIA-Methode wurde speziell zum Schutz und zur Förderung von Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit entwickelt. Sie kann öffentlichen und privaten Akteuren dazu dienen, die Risiken und Auswirkungen von KI-Systemen auf Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit während ihres gesamten Lebenszyklus zu ermitteln und zu bewältigen.
Die Methode sieht die Erstellung eines Risikominderungsprogramms vor, um identifizierte Gefahren zu minimieren oder zu beseitigen und so die Bevölkerung vor möglichen Nachteilen zu schützen. Wenn sich ein KI-System, das etwa zur Rekrutierung eingesetzt wird, gegenüber bestimmten Bevölkerungsgruppen als voreingenommen erweist, kann das Programm zur Risikominderung die Anpassung des Algorithmus oder die Einführung menschlicher Kontrollen vorsehen.
Zudem erfordert die Methode regelmäßige Neubewertungen, um sicherzustellen, dass das KI-System weiterhin sicher und ethisch korrekt funktioniert, wenn sich die Situation und die Technik weiterentwickeln. Dieser Ansatz gewährleistet, dass die Bevölkerung während des gesamten Lebenszyklus des KI-Systems vor neuen Risiken geschützt ist.
Der Ausschuss für künstliche Intelligenz (CAI) des Europarates hat die HUDERIA-Methode auf seiner 12. Plenarsitzung (26. bis 28. November in Straßburg) verabschiedet. Sie wird 2025 durch das HUDERIA-Modell ergänzt, das unterstützende Dokumente und Ressourcen bereitstellt, darunter flexible Instrumente und evolutive Empfehlungen.

