Der jüngste Bericht über Österreich der Expertengruppe für die Bekämpfung des Menschenhandels (GRETA) des Europarates, die für die Überwachung der Umsetzung des Übereinkommens des Europarates zur Bekämpfung des Menschenhandels zuständig ist, begrüßt die positiven Entwicklungen im Land, weist aber auch auf einige Probleme hin.
Der Bericht, der den Zeitraum 2020 bis 2024 abdeckt, bewertet die Maßnahmen Österreichs zur Verhinderung der Anfälligkeit für Menschenhandel, zur Erkennung und Unterstützung von Opfern in gefährdeten Situationen und zur Bestrafung von Menschenhändlern. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) zur Begehung von Straftaten im Zusammenhang mit Menschenhandel sowie auf der Nutzung technischer Innovationen zur Verhinderung von Menschenhandel, zum Schutz der Opfer und zur strafrechtlichen Verfolgung von Menschenhändlern.
Die Zahl der Opfer von Menschenhandel, die von der Polizei bei gerichtlichen Ermittlungen identifiziert wurden, blieb „relativ stabil“ und belief sich auf etwa 120 pro Jahr. Die häufigste Form des Menschenhandels ist zwar nach wie vor die sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen, gleichzeitig ist dem Bericht zufolge die Zahl der männlichen Personen und die Zahl der Personen, die zum Zweck der Arbeitsausbeutung gehandelt werden, gestiegen. Die meisten Opfer stammten aus Nigeria, Rumänien, Bulgarien, dem Irak, Serbien, den Philippinen und Ungarn. (weiter)
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Die Expertengruppe für die Bekämpfung des Menschenhandels (GRETA) ist ein unabhängiges Organ, das beurteilt, wie die Länder das Übereinkommen des Europarates zur Bekämpfung des Menschenhandels umsetzen. Alle 46 Mitgliedsstaaten des Europarates sind durch das Übereinkommen gebunden, ebenso wie Belarus und Israel.

