Der Europarat bringt von 4. bis 6. Juni 2025 in Straßburg mehr als 500 führende Fachleute für Computerkriminalität aus der ganzen Welt zusammen, um sich den aktuellen Problemen zu stellen, den weltweiten Stand der Gesetzgebung zur Computerkriminalität zu analysieren, Wissen auszutauschen, Instrumente zu verbessern und Partnerschaften sowie die internationale Zusammenarbeit zu stärken.
Stärkung der Cybersicherheit und der demokratischen Sicherheit
„Computerkriminalität zielt auf Wahlverfahren ab, stört kritische Infrastruktur und verbreitet Desinformation. Es ist an der Zeit, eine Sicherheitsarchitektur zu überdenken, die Computerkriminalität als ein rein technisches Problem behandelt. Es geht nicht mehr um eine Frage von weicher oder harter Sicherheit, sondern um unsere Fähigkeit, die Demokratie gegen hybride, grenzüberschreitende und sich schnell verändernde Bedrohungen zu verteidigen und dabei unseren Werten treu zu bleiben. Das nennen wir demokratische Sicherheit“, erklärte Generalsekretär Alain Berset bei der Eröffnung der Konferenz.
Berset betonte außerdem, dass „die Stärke des Rahmens des Budapester Übereinkommens nicht nur in seinen rechtlichen Instrumenten liegt, sondern auch in der globalen Gemeinschaft, die es aufgebaut hat“, und rief alle Vertragsstaaten dazu auf, die notwendigen Rechtsreformen durchzuführen, um das zweite Zusatzprotokoll betreffend die Verstärkung der Zusammenarbeit und der Weitergabe von elektronischem Beweismaterial umzusetzen und zu ratifizieren.
„Die digitale Welt muss offen, frei und sicher für alle bleiben. Computerkriminalität ist eine ernste Gefahr für alle. Sie erfordert dynamische, kohärente und zukunftsorientierte Antworten. In der Ukraine ist Computerkriminalität zu einer Kriegswaffe geworden. Diese Bedrohungen sind real und global und erfordern umgehendes, vereintes Handeln“, so der maltesische Justizminister Jonathan Attard. „Eine wirksame Cybersicherheit hängt auch vom Engagement aller Teile der Gesellschaft ab, insbesondere von jungen Menschen, die die Innovatoren von heute sind“, fügte er hinzu. (weiter)
Rede von Generalsekretär Alain Berset [EN]
Schlussfolgerungen der Konferenz [EN]

