Zurück Ausstellung zeigt Nova Gorica und Gorizia als Modell für Europa ohne Grenzen

Eine Feier der Einheit und gemeinsamen Ambition durch Kultur, Kulturerbe und künstlerischen Ausdruck
Der Bürgermeister von Gorizia, Ziberna, der Stellvertretende Generalsekretär, Berge, Sloweniens Botschafterin Mrak und der Bürgermeister von Nova Gorica, Turel

Der Bürgermeister von Gorizia, Ziberna, der Stellvertretende Generalsekretär, Berge, Sloweniens Botschafterin Mrak und der Bürgermeister von Nova Gorica, Turel

Am Rande der Wintersitzung der Parlamentarischen Versammlung ist am Sitz des Europarates in Straßburg die Ausstellung „Kulturhauptstadt Europas 2025 – Nova Gorica-Gorizia, europäisches Modell grenzüberschreitender Zusammenarbeit“ eröffnet worden. Im Vorfeld der Eröffnungszeremonie stand diese einzigartige grenzüberschreitende Initiative, die gemeinsame europäische Werte und Erfahrungen widerspiegelt, im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion. Die Ausstellung zeigt durch künstlerischen Ausdruck und Dialog die Erfahrungen zweier Städte und zweier Länder, die durch Zusammenarbeit und eine gemeinsame Kulturkonzeption vereint sind.

Als das slowenische Nova Gorica zur Kulturhauptstadt Europas 2025 erklärt wurde, war ihre italienische Nachbarin Gorizia von Anfang an eingebunden.

Die Ständige Vertreterin Sloweniens beim Europarat, Botschafterin Berta Mrak, erklärte:

„Es braucht Zeit, um vor Ort zu rekonstruieren, was so lange geteilt war. Ich bin wirklich stolz auf den Mut und den politischen Willen der beiden Bürgermeister, die mithilfe der Kultur die Beziehungen zwischen den beiden Städten erneuert haben.“

Bürgermeister von Partnerstädten

„Im heutigen Europa, wo immer mehr Barrieren errichtet werden, gehen wir in eine andere Richtung: Wir haben den Bürgermeister von Gorizia gebeten, unsere Kräfte zu bündeln, um unsere gemeinsamen Werte zu fördern, insbesondere durch Kultur. Wir sind zwei kleine Städte mit schwerer Vergangenheit, aber großem Herzen“, so der Bürgermeister von Nova Gorica, Samo Turel.

Der Bürgermeister von Gorizia, Rodolfo Ziberna, erklärte, dass „Kultur das mächtigste Mittel ist, das zur Förderung der Integration zur Verfügung steht“, und dass sie „dazu beigetragen hat, die Wunden zweier Weltkriege zu heilen“.

Bei der Eröffnung der Ausstellung hob der Stellvertretende Generalsekretär des Europarates, Bjørn Berge, hervor, dass Nova Gorica und Gorizia im vergangenen Jahr durch mehr als 800 Veranstaltungen, darunter Paraden, Opern, Tanzaufführungen, Konzerte und Ausstellungen, der Welt ihre Geschichte, Traditionen und Kultur vorgestellt haben.

„Diese Initiative, genannt ‚Go! 2025‘, war eine wahre Feier der Einheit, der gemeinsamen europäischen Werte und einer Geschichte, die oftmals gezeigt hat, dass wir in Europa mehr Gemeinsames als Trennendes haben.“

Tatsächlich wirken die Teilung und Wiedervereinigung der beiden Städte auch heute noch nach, wie Botschafterin Mrak erklärt:

„Während einige politisch Verantwortliche heute versuchen, Hass zu säen oder zu Gewalt aufzustacheln, sollten wir uns an die Geschichten unserer Großeltern und vieler anderer ihrer Generation erinnern, an die Geschichten voller Schrecken, Zerstörung, Verlust und Leid aufgrund von Krieg. Stattdessen sollten wir uns von diesen beiden Städten inspirieren lassen und aus ihren Erfahrungen lernen.“


Vollständige Rede des Stellvertretenden Generalsekretärs [EN]

 Parlamentarische Versammlung des Europarates [EN]


Bildergalerie

Stellvertretender Generalsekretär Straßburg 28. Januar 2026
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