Donostia/San Sebastián (Spanien), die europäische Hauptstadt der lokalen Demokratie, ist Gastgeber der Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen des Europapreises gewesen. Dazu gehörten eine von der Parlamentarischen Versammlung des Europarates organisierte internationale Konferenz und eine besondere Zeremonie im Rathaus, bei der das Engagement der europäischen Städte für Demokratie, Frieden und Menschenrechte gewürdigt wurde.
Unter dem Motto „Democracy on Trial: How Cities Carry Hope for European Values“ (Demokratie auf dem Prüfstand: Wie Städte Hoffnungsträger für europäische Werte sind) erkundeten die Teilnehmenden die wichtige Rolle der Städte als Hüterinnen der europäischen Einheit und der demokratischen Ideale. Eröffnet wurde die Konferenz vom Bürgermeister von Donostia/San Sebastián, Eneko Goia, der Generalsekretärin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Despina Chatzivassiliou, dem Stellvertretenden Generalsekretär des Europarates, Bjørn Berge, und dem Vizepräsidenten des Kongresses der Gemeinden und Regionen des Europarates, Koukas Konstantinos.
Der Stellvertretende Generalsekretär des Europarates, Bjørn Berge, gratulierte der Stadt Gaziantep, der Gewinnerin des Europapreises 2025, sowie den anderen fünf Finalistenstädten (Augsburg, Münster, Birštonas, Płońsk und Winnyzja). „Während wir das 70-jährige Bestehen des Europapreises hier im schönen San Sebastián feiern und den Blick auf die künftigen Preisträger richten, sollten wir nicht vergessen, dass die lokale Demokratie unsere erste Verteidigungslinie ist: Die Gesundheit der Demokratie hat ihren Ursprung auf lokaler Ebene, in unseren Städten.“
Bei der Eröffnung der Veranstaltung hob der Bürgermeister von Donostia/San Sebastián, Eneko Goia, die entscheidende Rolle der Städte im Jahr 2025 hervor: „Die Städte stehen bei der Förderung und Verteidigung der europäischen Werte an vorderster Front. Angesichts der zentrifugalen Kräfte, die sich gegen die Konvergenz und Stärkung der europäischen Identität, wie wir sie in den letzten 70 Jahren erlebt haben, richten, spielen die Städte eine Schlüsselrolle bei der Verteidigung dieser Positionen gegen diejenigen, die das Gemeinschaftsprojekt zerstören wollen“, erklärte er.
Die Generalsekretärin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Despina Chatzivassiliou, erinnerte daran, dass „der 1955 von der Parlamentarischen Versammlung des Europarates ins Leben gerufene Europapreis seit 70 Jahren die Bemühungen der Kommunen um die Förderung des Ideals der europäischen Einheit honoriert. Anlässlich dieses Jubiläums möchte ich daran erinnern, dass dieser Preis nicht nur eine ehrenvolle Auszeichnung ist. Er ist Ausdruck des aufrichtigen und dauerhaften Engagements der Städte für das europäische Aufbauwerk, denn sie sind die ersten Orte, an denen viele unserer Bürgerinnen und Bürger ihre Demokratie ausüben“.

