Zurück Runder Tisch des Europarates unterstreicht Bedeutung faktenbasierter Kommunikation zum Thema Migration

Negative Stereotype und Desinformation über migrierte Personen müssen bekämpft werden
Wirksame und verantwortungsvolle Kommunikation über Migration ist schwierig

Wirksame und verantwortungsvolle Kommunikation über Migration ist schwierig

In einem zunehmend polarisierten Medien- und Politikumfeld steht Migration heute im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte, was häufig zu Kettenreaktionen führt.

Der Europarat hat in Straßburg einen Runden Tisch über faktenbasierte Kommunikation zum Thema Migration veranstaltet, an dem Persönlichkeiten aus der Wissenschaft, Kommunikationsfachleute, Journalisten und Vertreter von Institutionen teilnahmen, um die wachsenden Schwierigkeiten einer effektiven und verantwortungsvollen Kommunikation zu diesem Thema zu erörtern.

Die Veranstaltung bot die Gelegenheit für einen offenen Austausch von Ideen und Praktiken. Die Teilnehmenden untersuchten Möglichkeiten, eine ausgewogene, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende und die Menschenrechte respektierende Kommunikation über Migration zu fördern und gleichzeitig negative Stereotype und Desinformation zu bekämpfen, die zu Hassrede führen.

Informationslücken hinsichtlich Migration

In seiner Eröffnungsrede betonte der Leiter der Abteilung Migration und Flüchtlinge des Europarates, Nikolaos Sitaropoulos, dass „Des- oder Falschinformation über Migration die Informationslücke in unserer Gesellschaft ausnützt, die wir mit zuverlässigen, faktenbasierten, für alle, auch die breite Öffentlichkeit, leicht zugänglichen und verständlichen Informationen füllen müssen“. Er fügte hinzu, dass der Europarat „daran arbeitet, die Mitgliedsstaaten dabei zu unterstützen, diese Kommunikationslücken im Bereich von Migration zu untersuchen und zu schließen, um Toleranz und Inklusion gemäß den Normen des Europarates zu stärken“.

Der Runde Tisch umfasste drei thematische Sitzungen: Thema der ersten war die Bedeutung glaubwürdiger Daten aus vertrauenswürdiger Quellen, um das Vertrauen der Öffentlichkeit zu stärken und Desinformation zu bekämpfen. In der zweiten befassten sich die Teilnehmenden mit Fragen der Kommunikation in Sozialen und traditionellen Medien. Im Mittelpunkt der dritten Sitzung stand die Frage, wie die Meinungsäußerungsfreiheit mit der Notwendigkeit, Hassrede und -kriminalität in Debatten über Migrationsfragen zu verhindern und zu bekämpfen, in Einklang gebracht werden kann. (weiter)


 Faktenbasierte Kommunikation über Migration – Tagesordnung [EN]

 Abteilung Migration und Flüchtlinge des Europarates [EN]


 


Bildergalerie

Abteilung Migration und Flüchtlinge Straßburg 7. November 2025
  • Diminuer la taille du texte
  • Augmenter la taille du texte
  • Imprimer la page