„Die Bekämpfung der zunehmenden Ungleichheiten nicht nur zwischen Bevölkerungsgruppen, sondern auch zwischen Gebieten ist von entscheidender Bedeutung, um die Entstehung isolierter ‚verwaister Gebiete‘ ohne öffentliche Dienstleistungen zu verhindern“, hat Kongresspräsident Marc Cools bei der OECD-Ministertagung über regionale Entwicklungspolitik unterstrichen, die am 20. Mai in Warschau stattfand.
In seiner Rede auf der Sitzung zum Thema „Verbesserung der Multi-Level-Governance zur Unterstützung von Investitionen und regionaler Entwicklung“ betonte der Kongresspräsident, dass ein Multi-Level-Governance-Ansatz notwendig sei, um die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. „Die Wirtschaft muss als Ganzes betrachtet werden, und politische Maßnahmen auf verschiedenen Regierungsebenen, einschließlich der lokalen und regionalen Ebene, müssen ein komplementäres Ganzes bilden“, erklärte er und fügte hinzu, dass politische Maßnahmen oftmals auf territorialer Ebene am effektivsten umgesetzt werden können.
Cools hob die umfangreiche Arbeit hervor, die der Europarat und sein Kongress geleistet haben, um den Entwicklungsunterschieden zwischen den Gebieten entgegenzuwirken und Lösungen zur Gewährleistung einer nachhaltigen Regionalentwicklung vorzuschlagen. Insbesondere das Landschaftsübereinkommen des Europarates, das von allen 46 Mitgliedsstaaten ratifiziert wurde, sei in diesem Zusammenhang ein wichtiges Instrument, ebenso wie die Empfehlungen des Kongresses zur territorialen Solidarität, einer besseren Zukunft für die ländlichen Gebiete und zum intra-regionalen Transport.
An der OECD-Ministertagung zur Regionalpolitik 2025 nahmen Ministerinnen und Minister und hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus den 38 OECD-Ländern sowie aus anderen Ländern teil. Sie bot eine Plattform für die Diskussion über aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Regionalentwicklung und stand unter dem Motto „Stärkung der Regionalpolitik für widerstandsfähige Orte“.

