Laut dem Antifolterkomitee des Europarates sollten die niederländischen Behörden zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um Gewalt gegen Kinder zu verhindern, die vom Staat in geschlossenen stationären Jugendeinrichtungen untergebracht sind.
Dies ist eine der wichtigsten Schlussfolgerungen des Berichts, den das Europäische Komitee zur Verhütung von Folter und unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe (CPT) nach seinem Ad-hoc-Besuch in drei geschlossenen Einrichtungen von JeugdzorgPlus in Harreveld, Leidschendam und Cadier en Keer im Oktober 2024 heute veröffentlicht hat.
Ziel des Besuchs war es, die Maßnahmen der niederländischen Behörden zur Bekämpfung von der Europäischen Menschenrechtskonvention zuwiderlaufender Gewalt gegen die in den Einrichtungen untergebrachten Personen zu untersuchen. (weiter)
Die Niederlande und das CPT [EN]
Das Europäische Komitee zur Verhütung von Folter und unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe (CPT) besucht Orte, an denen Personen die Freiheit entzogen wird, in den Vertragsstaaten des Europäischen Übereinkommens zur Verhütung von Folter, um zu prüfen, wie diese Personen dort behandelt werden, und gegebenenfalls ihren Schutz vor Folter und unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe zu verstärken. Zu diesen Orten zählen Gefängnisse, Jugendhaftanstalten, Polizeidienststellen, Abschiebehafteinrichtungen, psychiatrische Kliniken und Pflegeheime. Nach jedem Besuch übermittelt das CPT einen Bericht mit seinen Schlussfolgerungen und Empfehlungen an die betreffende Regierung.

