Das Europäische Komitee zur Verhütung von Folter und unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe (CPT) hat in einem neuen Bericht die für Personen, die in der geschlossenen Abteilung (Einheit A) des neuen Gefängnisses in Nuuk („Ny Anstalt“) untergebracht sind, geltenden Haftbedingungen und Regeln und ihre Behandlung untersucht.
Während ihres Ad-hoc-Besuchs in Grönland (Dänemark) von 14. bis 16. Januar 2025 hat die Delegation keine Beschwerden über körperliche Misshandlungen von Häftlingen durch das Personal des Gefängnisses in Nuuk erhalten. Die Atmosphäre schien im Gegenteil recht entspannt zu sein und einige Insassen sprachen positiv über bestimmte Mitglieder des Aufsichtspersonals.
Während die materiellen Bedingungen in der Einheit A des Gefängnisses in Nuuk insgesamt hervorragend waren, mussten fünf der Einzelzellen aufgrund von Überbelegung in Doppelzellen umgewandelt werden, was den verfügbaren Wohnraum für die Insassen dieser Zellen verringerte. Ebenfalls aufgrund der Überbelegung musste die Anstaltsleitung einige verurteilte Insassen in derselben Abteilung wie Untersuchungshäftlinge (mit eingeschränktem Zugang der Verurteilten zum Telefon) und männliche Insassen in derselben Abteilung wie weibliche unterbringen, wodurch der Zugang zu Gemeinschaftsräumen für alle eingeschränkt war. Angesichts der im Gefängnis von Nuuk beobachteten Situation empfiehlt das CPT den dänischen Behörden, das Spektrum alternativer Maßnahmen und Strafen zur Inhaftierung zu erweitern und diese in Grönland verstärkt einzusetzen. (weiter)

