Mehr als 400 Vertreterinnen und Vertreter von Ministerien und internationalen Organisationen, Angehörige der Gesundheitsberufe, Sachverständige und Mitglieder von Patientenorganisationen haben sich in Helsinki getroffen, um den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) im Gesundheitswesen und ihre Auswirkungen auf die Menschenrechte zu erörtern. Die Veranstaltung wurde vom finnischen Ministerium für Soziales und Gesundheit und dem Europarat organisiert und sollte die Auswirkungen von KI auf die therapeutische Arzt-Patienten-Beziehung untersuchen.
„KI ist einer der größten technologischen Fortschritte der letzten Jahre und bietet auch für das Gesundheitswesen enorme Möglichkeiten. Sie wird bereits in großem Umfang in der medizinischen Forschung und bei der Entwicklung neuer Behandlungen eingesetzt“, sagte die finnische Ministerin für soziale Sicherheit, Sanni Grahn-Laasonen, bei der Eröffnung des Treffens.
„Neben den vielfältigen Möglichkeiten, die der Einsatz von KI bietet, wirft er auch ethische Fragen auf, insbesondere im Hinblick auf den Schutz der Privatsphäre von Patientinnen und Patienten und den gleichberechtigten Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen. Das Recht der Patientinnen und Patienten auf Selbstbestimmung und Schutz ihrer Privatsphäre muss trotz aller technologischen Fortschritte gewahrt bleiben. Es darf unter keinen Umständen infrage gestellt werden“, fügte sie hinzu.
Der Leiter der Abteilung für Gesundheit des Europarates, Denis Huber, erklärte: „Die KI-Governance muss sicherstellen, dass menschliche Erkenntnis, Empathie und Vertrauen bei der Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen entscheidende Elemente bleiben. Letztendlich sollte die KI-gestützte Pflege in allen Phasen der Gesundheitsversorgung niemals den menschlichen Kontakt und die professionelle Beratung durch menschliche Fachkräfte für die Menschen, die sie benötigen, ersetzen.“ (weiter)
Der Europarat und künstliche Intelligenz [EN]

