Zurück 15. Jahrestag der Lanzarote-Konvention: Überlebende von sexuellem Missbrauch in der Kindheit teilen ihre Erfahrungen durch Kunst

15. Jahrestag der Lanzarote-Konvention: Überlebende von sexuellem Missbrauch in der Kindheit teilen ihre Erfahrungen durch Kunst

Anlässlich des 15. Jahrestags des Inkrafttretens der Lanzarote-Konvention, des Übereinkommens des Europarates zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch, ist heute im Europarat eine Ausstellung von Kunstwerken eröffnet worden, die von Opfern und Überlebenden sexuellen Missbrauchs in der Kindheit geschaffen wurden.

Fünfzehn Werke der bildenden Kunst sowie geschriebene und gesprochene Texte erzählen von den Erfahrungen der Opfer und Überlebenden aus sechs verschiedenen Ländern, darunter die Europarats-Mitgliedsstaaten Finnland, Frankreich, Niederlande und Vereinigtes Königreich. Die Werke werden von Texten der Urheber begleitet, darunter ihre Überlegungen zu den wichtigsten Maßnahmen, die Staaten ergreifen können, um sexuellen Kindesmissbrauch zu verhindern.

„Diese Ausstellung soll nicht nur das Bewusstsein der Öffentlichkeit schärfen, sondern auch das konspirative Schweigen brechen, das immer noch die Tatpersonen schützt und unsere Kinder verrät. Wenn wir in diesen 15 Jahren etwas gelernt haben, dann ist es, dass rechtliche Rahmenbedingungen allein nicht ausreichen, um Tabus zu brechen. Der Kampf um den Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch ist heute genauso dringend, denn das Schweigen ist immer noch der größte Verbündete der Tatperson. Wir müssen von Gesetzen auf dem Papier zur Schaffung von Gesellschaften übergehen, in denen die Stimme der Kinder gehört und geschützt und ihr geglaubt wird“, erklärte die Generaldirektorin für Demokratie und Menschenwürde beim Europarat, Marja Ruotanen, bei der Eröffnung der Ausstellung. (weiter)

Abteilung für Kinderrechte Straßburg 18. Juni 2025
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