„Unsere Zukunft lässt sich weder in Isolation noch durch Gewalt gestalten, sondern nur durch Verantwortung, Zusammenarbeit und die Einhaltung der Regeln, die wir uns gemeinsam gegeben haben“, so S. D. Fürst Albert II. vor dem Hintergrund des monegassischen Vorsitzes im Ministerkomitee des Europarates, den das Land erstmals in der Geschichte innehat.
In einer Rede vor der Parlamentarischen Versammlung bekräftigte der Fürst das starke Bekenntnis des Fürstentums Monaco zu Recht, Gerechtigkeit, dem Schutz der Grundfreiheiten und der Achtung der Würde des Menschen.
Schutz des gemeinsamen Rechtserbes Europas
Seit seinem Beitritt im Jahr 2004 hat Monaco eine bedeutende Verbindung mit dem Europarat aufgebaut, die auf gemeinsamen Werten und der Überzeugung beruht, dass kleine Staaten eine besondere Rolle beim Aufbau Europas und im Gleichgewicht der Welt spielen. Dieses Engagement spiegelt sich in den Prioritäten des monegassischen Vorsitzes wider.
In seiner Rede würdigte Fürst Albert II. die Rolle des Europarates als die einer Rechtsgemeinschaft, die auf einem gemeinsamen Rechtserbe und Verpflichtungen beruht, die durch solide Mechanismen gesichert sind, darunter die Europäische Menschenrechtskonvention und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.
„Dieses System ist nur dann solide, wenn jeder Staat seinen Verpflichtungen nachkommt und die ihn betreffenden Urteile vollständig umsetzt. Dies ist eine kollektive Anforderung, der sich niemand entziehen darf, ohne das gesamte Gebäude zu schwächen“, erklärte er.
Bezug nehmend auf die Ukraine erinnerte er daran, dass das Fürstentum alle Initiativen unterstützt hat, die den Abzug der russischen Streitkräfte fordern und die territoriale Integrität des Landes bekräftigen. „Verstöße gegen das Völkerrecht dürfen nicht unbeantwortet bleiben. Ein dauerhafter Frieden kann weder auf der Verletzung allgemeiner Prinzipien noch auf der Straflosigkeit derer, die sie mit Füßen treten, beruhen“, betonte er. (weiter)

