Der Stellvertretende Generalsekretär, Bjørn Berge, hat die Fotoausstellung „Gestohlene Kindheit“ im Europarat in Straßburg eröffnet. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Arbeiten des Fotografen Roman Paschkowiskyi, der den gequälten Blick ukrainischer Kinder eingefangen hat, die nach ihrer unrechtmäßigen Verschleppung nach Russland in ihre Heimat zurückgekehrt sind. Sie zeigt außerdem Zeichnungen und Berichte der Kinder selbst, die nur einen winzigen Teil aller Kinder ausmachen, die ihren Familien entrissen wurden und oft weitere schwere Traumata wie Verletzungen oder den Verlust ihrer Eltern und Geschwister erlitten haben.
„Heute sind wir eingeladen, einen Blick auf den Schrecken und den Verlust zu werfen, die für sie ein ständiger Albtraum bleiben werden. Es fällt uns schwer, uns in die Welt hineinzuversetzen, die diese Kinder sehen. Aber durch ihre Zeichnungen und Berichte können wir wenigstens für einen Moment versuchen zu erahnen, was sie durchgemacht haben“, sagte Berge.
Die Ständige Vertreterin des Königreichs der Niederlande beim Europarat, Botschafterin Tanja Gonggrijp, ergriff bei der Eröffnung der Ausstellung ebenfalls das Wort: „Die Niederlande sind zutiefst besorgt über die gezielte Verschleppung und Russifizierung ukrainischer Kinder durch Russland. Wir dürfen diese ukrainischen Kinder nicht im Stich lassen. Wir müssen unsere Stimme erheben, um die Botschaft zu vermitteln, die wir in ihren Augen lesen können. Wir müssen denen helfen, die nicht für sich selbst sprechen können. Es liegt in unserer Verantwortung, etwas zu bewegen. Mit Worten und Taten.“ (weiter)
Rede des Stellvertretenden Generalsekretärs, Bjørn Berge [EN]

