Freiheit von Sklaverei und Menschenhandel

    • Sklaverei, Zwangsarbeit und Menschenhandel betreffen Männer, Frauen und Kinder in ganz Europa.
    • Diese Form der Ausbeutung ist laut Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte verboten.
    • Vor dem Gerichtshof verhandelte Fälle haben zu signifikanten Reformen in diesem Bereich geführt – einschließlich der Kriminalisierung der Sklaverei und des Menschenhandels in mehreren europäischen Staaten.

 

 

Beispiele

Gerechtigkeit für eine Waise, deren Tante und Onkel sie als Dienstmädchen hielten

C. N. und ihre Schwester V. wurden nach dem Tod ihrer Eltern nach Frankreich geschickt, um bei ihrer Tante und ihrem Onkel zu leben. Sie wurden zur Arbeit eingesetzt und mussten in einem kalten Keller schlafen. Der Europäische Gerichtshof stellte fest, dass insbesondere C. N.s Lebensumstände Sklaverei und Zwangsarbeit gleichkommen. Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs erließ Frankreich...

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Schüsse auf Erdbeerpflücker führen zu laufenden Reformen

Hunderte von Migranten wurden gezwungen, monatelang ohne Lohn zu arbeiten. Als sie ihren Lohn einforderten, schossen bewaffnete Wachleute auf sie und verletzten 30 Personen schwer. Gegen die Wachen und die Arbeitgeber wurden Geldstrafen verhängt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschied, die Behörden hätten es in diesem Fall versäumt, ordnungsgemäß gegen Zwangsarbeit und...

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Tod eines mutmaßlichen Opfers von Menschenhandel

Im Alter von 20 Jahren wurde Oxana Rantseva mutmaßlich von Russland nach Zypern verbracht, um dort sexuell ausgebeutet zu werden. Zwei Wochen später fand man ihre Leiche unterhalb eines Balkons, über den sie versucht hatte zu fliehen. Der Straßburger Gerichtshof kam zu dem Schluss, die Behörden hätten versäumt, sie zu schützen und ihren Tod ordnungsgemäß zu untersuchen. Nach den Ereignissen...

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Menschenhandel unter Strafe gestellt, nachdem ein 14-jähriges Mädchen in Paris als Haussklavin gehalten wurde

Ab dem Alter von 14 Jahren wurde Henriette Akofa Siliadin als Haussklavin gehalten. Sie arbeitete ohne Lohn den ganzen Tag, sieben Tage die Woche, für mehr als vier Jahre. Die verantwortlichen Personen konnten von der Justiz nicht belangt werden, weil damals das französische Recht ihre Taten nicht unter Strafe stellte. Der Fall trug zu einer Gesetzesreform zur Bekämpfung des Menschenhandels bei.

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Reformen zur Bekämpfung des Menschenhandels

Als L.E. 22 Jahre alt war, wurde sie mit einem Trick eines Menschenhändlers zu einer Reise nach Griechenland überredet. Als sie eintrafen, nahm ihr der Menschenhändler den Pass weg und zwang sie, zwei Jahre als Prostituierte zu arbeiten. Der Straßburger Gerichtshof kam zu dem Schluss, dass die Behörden das Problem kannten, ihr Vorgehen aber von signifikanten Mängeln und Verzögerungen...

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Nützliche Links

 Internetseite des Europarats zur Bekämpfung des Menschenhandels

Faktenblätter zur Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte

 Menschenhandel PDF (185 Ko)

 Sklaverei, Leibeigenschaft und Zwangsarbeit PDF (250 Ko)

 Artikel 4 - Verbot der Sklaverei und der Zwangsarbeit PDF (300 Ko)