Menschenrechtskommissarin Mijatović, französisches Europa- und Außenministerium und „Cartooning for Peace“ präsentieren die Ausstellung „Menschenrechte – es bleibt noch viel zu tun“
Menschenrechtskommissarin Paris 10. Dezember 2018
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Vorschau auf die Ausstellung „Menschenrechte – es bleibt noch viel zu tun“

Am 70. Jahrestag der Verkündung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hat „Cartooning for Peace“, ein internationales Netz von Zeitungskarikaturistinnen und -karikaturisten, in Partnerschaft mit der Menschenrechtskommissarin des Europarates, Dunja Mijatović, und dem französischen Europa- und Außenministerium, die Wanderausstellung „Menschenrechte – es bleibt noch viel zu tun“ zusammengestellt.

„Die Ausstellung unterstreicht das Grundprinzip, dass alle Menschen frei und gleich an Würde und Rechten geboren sind. Sie lädt die Besucherinnen und Besucher dazu ein, die von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte übermittelte Vision von Hoffnung, Freiheit und Universalität in die Praxis umzusetzen“, erklärte die Menschenrechtskommissarin. „In den bei der Ausstellung präsentierten Zeichnungen werden zudem jene gewürdigt, die sich an vorderster Front für den Schutz der Menschenrechte einsetzen.“

In einer Zeit, in der die Werte und Grundsätze der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ernsthaft bedroht sind, erinnert die 30 Zeitungskarikaturen und -cartoons umfassende Ausstellung an die Relevanz der Erklärung.

Am 10. Dezember 2018, dem Tag der Menschenrechte, wird im französischen Europa- und Außenministerium in Paris eine Vorschau auf die Ausstellung von „Cartooning for Peace“ präsentiert.

Erklärung von Timo Soini, Vorsitzender des Ministerkomitees des Europarates und finnischer Außenminister
Vorsitz im Ministerkomitee Straßburg 10. Dezember 2018
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Timo Soini. Photo: Laura Kotila, valtioneuvoston kanslia

Timo Soini. Photo: Laura Kotila, valtioneuvoston kanslia

„Der 10. Dezember ist ein Schlüsseltag für die Menschenrechte. An diesem Tag verkündete vor 70 Jahren die Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Ich freue mich, 70 Jahre nach der Verkündung diesen Jahrestag als Vorsitzender des Ministerkomitees zu begehen.

Die Prinzipen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte bildeten die Grundlage für die Förderung, den Schutz und die Verwirklichung der Menschenrechte auf der ganzen Welt. Durch das rasche Handeln des Europarates erhielten diese Prinzipien einen konkreten Rechtsrahmen: Die Europäische Menschenrechtskonvention wurde 1950 verabschiedet, ein Jahr später erfolgte die Einrichtung des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs.

Der Europarat hat im Laufe seiner Geschichte ein dichtes Netz aus Menschenrechtsmechanismen und -normen aufgebaut und arbeitet weiter an dessen Weiterentwicklung. Dadurch sollen alle Bereiche abgedeckt werden, in denen die Menschenrechte durch bestehende und neu aufkommende Bedrohungen gefährdet sind. Auch heute setzt der Europarat seine Arbeit zur Entwicklung von Normen fort. Während seines Vorsitzes im Ministerkomitee wird Finnland weiterhin gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten und allen anderen Partnern wie der Zivilgesellschaft unermüdlich dafür eintreten, den Schutz der Menschenrechte in Europa zu stärken und zu fördern.

Seit Langem sind die europäischen Länder Vorreiter des Menschenrechtsschutzes, doch heute sind diese Rechte und Freiheiten, die wir als selbstverständlich angesehen haben, bedroht. Die Förderung, der Schutz und die Verwirklichung der Menschenrechte – dies sind die Grundwerte des Europarates – obliegen unserer gemeinsamen Verantwortung und sind mehr denn je notwendig.“

Der Menschenrechtstag wird von der internationalen Gemeinschaft jedes Jahr am 10. Dezember begangen. Dieser Tag findet im Gedenken an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte statt, die im Jahr 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde.

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