Details zum Vertrag-Nr.102

Europäisches Übereinkommen über den Schutz von Schlachttieren
Titel Europäisches Übereinkommen über den Schutz von Schlachttieren
Referenz SEV Nr.102
Zeichnungsauflegung Straßburg, 10/05/1979  - Vertrag aufgelegt zur Unterzeichnung durch die Mitgliedstaaten und durch die Europäische Union und zum Beitritt durch die Nichtmitgliedstaaten
Inkrafttreten 11/06/1982  - 4 Ratifikationen.
Zusammenfassung

Hauptziel des Übereinkommens ist es, einen Beitrag zur Humanisierung und Harmonisierung der Schlachtmethoden in Europa zu leisten.

Es setzt zunächst eine ganze Reihe von Verpflichtungen für die Behandlung der Tiere in den Schlachthöfen fest: Verwendung geeigneter Vorrichtungen zum Ausladen der Tiere; Verbot der Mißhandlung von Tieren, insbesondere durch Schlagen auf empfindliche Körperstellen; Unterbringung und Pflege der Tiere, die nicht unmittelbar nach ihrer Ankunft geschlachtet werden; entsprechende Einrichtung der Schlachtanlagen.

Was die Schlachtung selbst betrifft, so muß laut Übereinkommen jedes Tier vor der Ausblutung betäubt werden. Die Betäubung großer Tiere hat durch eine Pistole zu erfolgen (mit Erschütterung oder Durchstoßung des Gehirns), durch elektrisches Betäuben oder Betäuben mit Gas. Die Verwendung eines Schlaghammers, Schlachtbeils und einer Puntilla ist laut Übereinkommen verboten. Außerdem dürfen große Tiere vor der Betäubung nicht aufgehängt oder zusammengebunden werden. In Ausnahmefällen (rituelle Schlachtung, Notschlachtung, Schlachtung von Geflügel oder Kaninchen usw.) muß die Schlachtung so erfolgen, daß den Tieren jedes unnütze Leiden erspart wird. Diese Bestimmungen gelten auch für das Schlachten außerhalb von Schlachtanlagen.

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Quelle : Vertragsbüro auf http://conventions.coe.int - * Disclaimer.