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Kampf eines Mannes führt zur Legalisierung von Homosexualität in Irland

Norris gegen Irland  | 1988

Kampf eines Mannes führt zur Legalisierung von Homosexualität in Irland

Ich wollte vollständige Bürger- und Menschenrechte für Schwule. Ich war wütend über das Strafrecht: Ich dachte, es sei unumstößlich.

David Norris - Interview mit dem Europarat - © Foto Europarat

 

Hintergrund

Das Recht in Irland besagte, dass bestimmte homosexuelle Handlungen Straftatbestände darstellten. David Norris war ein irischer Senator. Er litt unter Angststörungen, tiefer Depression und Zusammenbrüchen, nachdem er verstanden hatte, dass ein offenes Ausleben seiner Sexualität eine Strafverfolgung nach sich ziehen könnte.

Urteil des EGMR

Der Gerichtshof entschied, das Gesetz, das homosexuelle Handlungen unter Strafe stellte, habe keine angemessene Begründung gehabt. Es stelle somit eine Verletzung des Rechts von Herrn Norris auf Privatleben dar.

Ich glaube, er war äußerst wichtig, weil er das Strafrecht änderte.

Mary Robinson, Anwältin von Herrn Norris und spätere Staatspräsidentin von Irland - Interview mit dem Europarat 
© Foto Europarat

Nachbereitung

Das Gesetz wurde 1993 geändert, um einvernehmliche homosexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen straffrei zu stellen.