Zertifizierte „Kulturroute des Europarates“ 2005

Sankt Martin von Tours ist einer der bekanntesten christlichen Heiligen, der seit dem 4. Jahrhundert verehrt wird. Er war Bischof von Tours, und sein Schrein in Gaul/Frankreich im frühen Mittelalter war das Ziel einer sehr wichtigen Pilgerreise, vergleichbar einer Pilgerreise nach Rom, bevor er zu einer berühmten Zwischenstation für Pilger wurde, die nach Compostela pilgerten. Sein gesamtes Leben lang bereiste Sankt Martin unermüdlich Europa und hinterließ bedeutende Spuren in unserem kollektiven Gedächtnis.

Kulturelles Erbe

Die Via Sancti Martini verbindet viele europäische Städte, die eine Rolle im Leben von Sankt Martin spielten, sowie Städte mit einem bedeutenden Architekturerbe, das mit seiner Verehrung verbunden ist: Tausende von Denkmälern sind ihm gewidmet, einschließlich vierzehn Kathedralen! Diese Sehenswürdigkeiten weisen außerdem auch ein immaterielles Erbe auf, das immer noch in Form von Legenden, Traditionen und Folklore lebendig ist.

 

Die Reise in der heutigen Zeit

Der Reisende kann den Routen folgen, die sich auf das Leben, die Verehrung oder Folklore beziehen. Dieses umfangreiche Netz von Routen, die mehr als 5000 km in Europa abdecken, trägt den allgemeinen Namen Via Sancti Martini. Besonders hervorzuheben sind 1) die Route, die Szombathely (Ungarn), seinen Geburtsort, über Pavia (Italien), dem Ort seiner Kindheit, mit Tours (Frankreich), dem Ort seiner Grabstätte, und 2) die Route, die Tours, wo er Bischof war, mit Worms (Deutschland), wo er die römische Armee verließ, mit Trier (Deutschland), wo er den römischen Kaiser traf, verbindet. Diese Kulturroute verbindet aber auch zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten auf einem Weg durch Österreich und die Slowakei, die ebenfalls nach Szombathely führt. Weitere Routen führen nach Utrecht in den Niederlanden oder nach Saragossa in Spanien. Insgesamt finden sich Sankt-Martin-Routen in mehr als 12 europäischen Staaten!

Die Werte des Europarates

Die Sankt-Martin-Route steht für den Wert des Teilens, symbolisiert durch die wohltätige Tat des Heiligen, als er seinen Mantel in zwei Hälften teilte und eine Hälfte einem armen Mann gab, der drohte an der Kälte des Winters zu sterben. Hinter diesem simplen Konzept verbirgt sich die Intention, Menschen ungeachtet aller Unterschiede mit einem einfachen Ansatz zusammenzuführen: das Teilen von Ressourcen, Wissen und Werten. Tatsächlich ist das Teilen zu einer moralischen Notwendigkeit geworden, um die Menschheit angesichts der Herausforderungen zu bewahren, die mit Globalisierung, Bevölkerungsexplosion und Schädigung der Umwelt verbunden sind.

Kontakte

Réseau Européen des Centres Culturels Saint Martin de Tours
Tour Charlemagne
BP 41135
37011 Tours cedex 1 (FRANCE)
contact@saintmartindetours.eu

Kasper DRIEHUIJS, Präsident
Antoine SELOSSE, Projektmanager

Offizielle Website
www.saintmartindetours.eu

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