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Frauenrechte im Mittelpunkt: Drei Kandidatinnen auf der Vorauswahlliste für den Václav-Havel-Preis 2020

Parlamentarische Versammlung Straßburg 8. Januar 2021
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Frauenrechte im Mittelpunkt: Drei Kandidatinnen auf der Vorauswahlliste für den Václav-Havel-Preis 2020

Die Jury des Václav-Havel-Menschenrechtspreises, der außergewöhnliches zivilgesellschaftliches Engagement zur Verteidigung der Menschenrechte in Europa und darüber hinaus würdigt, hat heute die drei Nominierten für den Preis 2020 bekannt gegeben, die sich alle drei für die Förderung von Frauenrechten oder Geschlechtergleichstellung einsetzen.

Die Jury – die sich aus unabhängigen Persönlichkeiten aus dem Bereich der Menschenrechte zusammensetzt und vom Präsidenten der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Rik Daems, geleitet wird – hat beschlossen, die folgenden drei Kandidatinnen auf die Vorauswahlliste zu setzen (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Ludschain al-Hathlul (Saudi-Arabien):
    Die Kandidatin ist eine der Anführerinnen der saudischen Frauenbewegung. Al-Hathlul ist eine herausragende Frauenrechtsaktivistin, die dadurch bekannt wurde, dass sie sich dem Fahrverbot für Frauen in Saudi-Arabien widersetzte und sich gegen das saudische System der Vormundschaft der Männer stellte. Sie wurde mehrfach verhaftet, verurteilt und ist seit 2018 im Gefängnis.
  • Schwestern des Drukpa-Ordens (Nepal):
    Nominiert ist eine Gruppe junger buddhistischer Nonnen, welche die Geschlechtergleichstellung, ökologische Nachhaltigkeit und interkulturelle Toleranz in ihren Heimatdörfern im Himalaya fördert. Sie wurden dadurch bekannt, dass sie nach einem Erdbeben 2015 in Kathmandu Versorgungsgüter in schwer zugängliche Dörfer lieferten. Die Schwestern des Drukpa-Ordens haben außerdem Selbstverteidigungskurse für Frauen gegeben und sind über 20.000 Kilometer mit dem Fahrrad gefahren, um gegen Frauen- und Mädchenhandel zu protestieren.
  • Julienne Lusenge (Demokratische Republik Kongo):
    Die Kandidatin ist eine kongolesische Menschenrechtsaktivistin, die Informationen über sexuellen Missbrauch und Gewalttaten gegen Frauen im Kongo zusammengetragen hat. Sie spielte eine Schlüsselrolle bei der Verurteilung von Thomas Lubanga wegen der Anwerbung von Kindersoldaten durch den IStGH, sammelte Beweise für sexuelle Sklaverei im Verfahren gegen Germain Katanga und leistete auch einen entscheidenden Beitrag, um die Verurteilung hunderter Urheber sexueller Gewalt gegen Frauen auf nationaler Ebene zu erreichen. Wegen ihrer Arbeit wurde sie mehrfach bedroht.

 Website der Parlamentarischen Versammlung [EN]

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