Der Welttag der Pressefreiheit wurde im Dezember 1993 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen eingeführt.

Dieser Tag, der jedes Jahr am 3. Mai gefeiert wird, ist zugleich ein Aktionstag mit Initiativen zum Schutz der Pressefreiheit, ein Tag der Bewertung des Status quo der weltweiten Pressefreiheit, ein Tag der Öffentlichkeitsarbeit und der Sensibilisierung, ein Tag der Anregung der Diskussionen unter den Beschäftigten in den Medien sowie ein Gedenktag für die Journalisten, die ihr Leben bei der Ausübung ihrer Arbeit verloren haben.

Die Arbeit des Europarates für die Presse- und Informationsfreiheit beruht auf Artikel 10 der Menschenrechtskonvention, der dieses Grundrecht zu einem Eckpfeiler der Demokratie macht. Der Europarat führt Kooperationsmaßnahmen durch, um die Länder bei der Ausarbeitung von Gesetzestexten zu unterstützen und Methoden gemäß den europäischen Normen einzuführen. Er hat unter anderem eine internationale Expertengruppe gegründet, die sich mit Fragen der Meinungs- und Informationsfreiheit in Zeiten der Krise befasst. Der Wandel der Informationsgesellschaft stellt den Europarat vor die Herausforderung, seine Grundsätze in einem neuen Umfeld, in dem das Internet eine große Rolle spielt, zu verteidigen und aufrechtzuerhalten.

Journalisten in Zeiten der Krise

Krieg, Terrorismus, Gefährdung der Stabilität und Naturkatastrophen führen zu einer Verstärkung der weltweiten Sicherheit und Überwachung. Wie wirkt sich dies auf den Zugang zu Informationen und die Arbeit der Journalisten aus?

Der Europarat hat als Reaktion auf die Einschränkung der Pressefreiheit zu Krisenzeiten drei wichtige Dokumente verabschiedet:

Meinungsfreiheit und Herausforderungen des Internets

Der Europarat prüft mögliche Maßnahmen, die die Probleme des Schutzes der Menschenrechte, die besonders durch die sozialen Netzwerke und Suchmaschinen aufkommen, sowie die Fragen der Netzneutralität und der Gewährleistung des Zugangs zu Informationen lösen sollen.

2015 2015
Generalsekretär ruft europäische Staaten zum Schutz von Journalisten auf
Europarat Straßburg 30. April 2015
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3. Mai – Internationaler Tag der Pressefreiheit

Seit dem Start einer Internetplattform für den Schutz des Journalismus und die Sicherheit von Journalisten am 2. April haben internationale Journalistenorganisationen dem Europarat 45 Fälle mutmaßlicher Verletzung der Pressefreiheit gemeldet.
Die fünf Organisationen, die mit dem Europarates bei der Bekämpfung mutmaßlicher schwerwiegender Verletzungen der Pressefreiheit zusammenarbeiten (Artikel 19, Vereinigung europäischer Journalisten, Europäische Journalistenföderation, Internationale Journalistenföderation und Reporter ohne Grenzen) haben über Fälle in 14 Mitgliedsstaaten berichtet.
„Der Internationale Tag der Pressefreiheit ist eine Gelegenheit, um daran zu erinnern, wie wichtig freie Medien für die Demokratie sind. Die Bedingungen für freie Medien verschlechtern sich und unsere Mitgliedsstaaten haben die Verpflichtung, Journalisten sowie das Recht jedes Menschen auf freie Meinungsäußerung zu schützen. Dank der Plattform für die Sicherheit von Journalisten werden wir in der Lage sein, diese Rechte mit mehr Nachdruck zu verteidigen. Einige dieser Warnmeldungen haben bereits positive Entwicklungen ausgelöst und ich freue mich darauf, mit den Mitgliedsstaaten in Dialog zu treten, um Mittel zur Behebung aller anderen Verletzungen zu finden, die durch die Plattform gemeldet werden“, so der Generalsekretär des Europarates, Thorbjørn Jagland.

Siehe auch:

 

 


Attacks against journalists are attacks on society at large. In this film, find out what the Council of Europe is doing to protect journalists, free, independent and diverse media.

Weitere Informationen Weitere Informationen

Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention

Jede Person hat das Recht auf freie Meinungsäußerung. Dieses Recht schließt die Meinungsfreiheit und die Freiheit ein, Informationen und Ideen ohne behördliche Eingriffe und ohne Rücksicht auf Staatsgrenzen zu empfangen und weiterzugeben. Dieser Artikel hindert die Staaten nicht, für Hörfunk-, Fernseh- oder Kinounternehmen eine Genehmigung vorzuschreiben.''

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