Am Morgen des 27. Januar 1945 befanden sich im Konzentrationslager Auschwitz noch etwa 7000 Gefangene. Über eine Million Menschen kamen in diesem Lager ums Leben und es wird angenommen, dass insgesamt sechs Millionen Juden in Konzentrationslagern ermordet wurden.

Der Europarat war die treibende Kraft hinter der Einführung eines Tages zum Gedenken an den Holocaust und zur Verhütung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Im Oktober 2002 beschlossen die Bildungsminister aus den Mitgliedsstaaten des Europarates die Einführung dieses Gedenktages. Während Deutschland und Frankreich den Tag am 27. Januar, dem Tag der Befreiung von Auschwitz, begehen, haben andere Länder je nach ihren jeweiligen historischen Erfahrungen ein anderes Datum gewählt.

Darüber hinaus unterstützt der Europarat Lehrer bei der Vorbereitung des Holocaust-Gedenktages, indem er Unterrichtsmaterial zur Verfügung stellt, um die Schüler für dieses dunkle Kapitel der Geschichte zu sensibilisieren und das Thema Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu erörtern. Dadurch soll die Prävention ebenso gefördert werden wie Verständnis, Toleranz und Freundschaft unter den Nationen, Ethnien und Religionen.

2017 2017
Generalsekretär Strassburg 24. Januar 2017
  • Diminuer la taille du texte
  • Augmenter la taille du texte
  • Imprimer la page
  • Imprimer en PDF
Gedenkveranstaltung fuer die Opfer des Holocaust

Der Generalsekretär des Europarates, Thorbjørn Jagland, hat heute eine Reihe von Veranstaltungen anlässlich des internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocausts eröffnet.

Beim Gedenkstein auf dem Vorplatz des Europaratsgebäudes in Straßburg (Palais de l'Europe) hielten auch folgende Persönlichkeiten eine Rede und legten Kränze nieder: Nikos Anastasiadis, Präsident der Repubik Zypern; Klaus Werner Johannis, Präsident Rumäniens; Carmel Shama-Hacohen, Botschafter Israels bei den internationalen Institutionen in Frankreich; Miranda Vuolasranta, Präsidentin des Europäischen Roma- und Traveller-Forums; sowie Denis Erhart, Präsident der Vereinigung „Les Oublié(e)s de la Mémoire – Association Civile Homosexuelle du Devoir de Mémoire“. Der Präsident der Parlamentarischen Versammlung, Pedro Agramunt, schloss die Zeremonie mit einer Rede ab.

Auch in mehreren Mitgliedsstaaten finden mit Unterstützung der lokalen Europaratsbüros Gedenkzeremonien und -veranstaltungen statt.

Im Foyer des Ministerkomitees werden die Ausstellungen „Unterricht und Gedenken – Der Holocaust in Rumänien“ sowie „There was a life“ zu sehen sein. Im Jugendzentrum des Europarates in Straßburg findet am 26. Januar eine Lehrveranstaltung für Schulkinder statt.

Siehe auch:
Erklärung von Joannis Kasoulidis, Vorsitzender des Ministerkomitees und Außenminister Zyperns