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Internet: Anmeldung von Domains, die mit Sexverbrechen gegen Kinder werben, muss verhindert werden

Regierungen und Internet-Institutionen müssen verhindern, dass Webdomains registriert werden, die sich offen auf sexuellen Missbrauch von Kindern beziehen, so der Generalsekretär des 47 Staaten umfassenden Europarates, Thorbjørn Jagland.

In seiner Rede beim Europäischen Dialog zur Internet Governance (EuroDIG 2016) in Brüssel erklärte Generalsekretär Jagland:

„Es ist einfach nicht hinnehmbar, dass es so lange dauert, bis Websites geschlossen werden, die sich offen auf sexuellen Missbrauch von Kindern beziehen, manchmal sogar in den Namen der Sites, oder man sich dieser Art des Missbrauchs annimmt. Die Tatsache, dass Kriminelle in der Lage sind, ihre abscheulichen Taten so schamlos zur Schau zu stellen, ist inakzeptabel. Eine Null-Toleranz-Strategie gegenüber Kindesmissbrauch bedeutet zu sagen: Nein, Ihr könnt nicht unverhohlen mit Euren entsetzlichen Verbrechen werben“, erklärte der Generalsekretär.

„Dies wäre ein wichtiges Signal im Hinblick darauf, was für ein Ort das Internet für uns sein soll, wenn die am Registrierungsverfahren beteiligten Behörden und Organe hier deutlich und entschlossen Stellung beziehen und mit den Strafvollzugsbehörden und Nichtregierungsorganisationen zusammenarbeiten würden, um zu verhindern, dass derartige Sites registriert werden.“

In ihrem jüngsten Bericht erklärte die im Vereinigten Königreich ansässige Internet Watch Foundation, dass neben traditionellen Domains wie .com mittlerweile viele neue generische Top-Level-Domains geschaffen werden, die eigens registriert werden, um bildliche Darstellung von sexuellem Missbrauch von Kindern zu teilen.

41 Mitgliedsstaaten des Europarates haben das Übereinkommen des Europarates zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch (Lanzarote-Konvention) ratifiziert, das Staaten verpflichtet, die Verbreitung von Material zu verhindern oder zu verbieten, welches von der Konvention erfasste Straftatbestände bewirbt.

Videoauszeichnung der Rede des Generalsekretärs

 

Kontakt: Andrew Cutting (Brüssel): +32 2 235 05 09; Tatiana Baeva (Straßburg): +33 388 41 21 41

Generalsekretär Straßburg 10. Juni 2016
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