Das Ministerkomitee des Europarates hat am 26. September 2007 beschlossen, einen „Europäischen Tag gegen die Todesstrafe" einzuführen, der jedes Jahr am 10. Oktober begangen wird. Der Europarat spielt eine Vorreiterrolle bei der Abschaffung der Todesstrafe und hat erreicht, dass es in Europa seit 1997 de facto keine Todesstrafe mehr gibt. Der Tag ist ein europäischer Beitrag zum Internationalen Tag gegen die Todesstrafe, der jedes Jahr ebenfalls am 10. Oktober stattfindet.

Europarat Straßburg 9. Oktober 2017
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10.Oktober: Europa gegen die Todesstrafe

Anlässlich des Europäischen und Internationalen Tages gegen die Todesstrafe am 10. Oktober 2017 haben der Europarat mit seinen 47 Mitgliedsländern und die Europäische Union mit 28 Mitgliedstaaten eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. (Volltext siehe unten). In der Erklärung unterstreichen beide Organisationen ihre entschiedene Ablehnung gegen die Todesstrafe, unter allen Umständen.

Jene Staaten, die die Todesstrafe weiterhin anwendeten, werden in der Erklärung aufgerufen, die verhängten Todesstrafen in andere Strafen umzuwandeln und als ersten Schritt zur Abschaffung der Todesstrafe ein formelles Moratorium für Hinrichtungen einzuführen.

Durch die Europäische Menschenrechtskonvention hat der Europarat in seinen 47 Mitgliedstaaten, die über 820 Millionen Einwohner zählen, eine todesstrafenfreie Zone geschaffen.

Seit über 20 Jahren wurde in keinem Mitgliedstaat des Europarates mehr die Todesstrafe vollzogen.

 

Gemeinsame Erklärung [EN]

Debatte: Rückkehr der Todesstrafe in Europa: Echte Gefahr oder Fiktion von Populisten? [EN]

Abschaffung der Todesstrafe: Informationsblatt zur Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zu Fällen der Todesstrafe

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