Das Ministerkomitee des Europarates hat am 26. September 2007 beschlossen, einen „Europäischen Tag gegen die Todesstrafe" einzuführen, der jedes Jahr am 10. Oktober begangen wird. Der Europarat spielt eine Vorreiterrolle bei der Abschaffung der Todesstrafe und hat erreicht, dass es in Europa seit 1997 de facto keine Todesstrafe mehr gibt. Der Tag ist ein europäischer Beitrag zum Internationalen Tag gegen die Todesstrafe, der jedes Jahr ebenfalls am 10. Oktober stattfindet.

Europa bekräftigt seine entschiedene Ablehnung
Europarat Straßburg 9. Oktober 2015
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Internationaler Tag gegen die Todesstrafe

Anlässlich des Internationalen und Europäischen Tages gegen die Todesstrafe (10. Oktober) haben der 47 Nationen umfassende Europarat und die 28 Mitgliedsstaaten zählende Europäische Union eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie ihre entschlossene Ablehnung der Todesstrafe unterstreichen und Länder in ganz Europa dazu aufrufen, Schritte zu ihrer Abschaffung zu unternehmen.

Die Erklärung des Generalsekretärs des Europarates, Thorbjørn Jagland, und der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, verweist darauf, dass seit 1997 kein Mitgliedsstaat des Europarates oder der EU Hinrichtungen vollzogen hat.

Außerdem werden diejenigen europäischen Länder, die dies noch nicht getan haben, dazu aufgefordert, zwei Protokolle zur Europäischen Menschenrechtskonvention zu ratifizieren, durch die die Todesstrafe abgeschafft werden soll.

Pressemitteilung mit Kontaktdetails und Verweisen auf die Protokolle