Nord-Süd-Zentrum: die Rolle der Frau im Arabischen Frühling

Die internationale Konferenz „Frauen als Akteurinnen des Wandels im südlichen Mittelmeerraum" wird vom Nord-Süd-Zentrum des Europarates und dem italienischen Parlament in Rom veranstaltet. Zu den Teilnehmern gehören Vertreter internationaler Organisationen und der Zivilgesellschaft sowie Experten aus dem südlichen Mittelmeerraum.

„Die Frage nach Beteiligung geht eng mit dem Grundprinzip der Gleichstellung von Frauen und Männern einher", so die Stellvertretende Generalsekretärin Maud de Boer-Buquicchio heute in ihrer Ansprache im Rahmen der Eröffnungssitzung. „Wir alle haben die Bilder der Frauen gesehen, die auf der Straße den Wandel gefordert haben. Aber „sehen" allein ist nicht genug. Wir müssen in den nächsten zwei Tagen zeigen, dass wir die Botschaft auch vernommen und verstanden haben und an ihrer Seite stehen."

Der italienische Außenminister, Franco Frattini, die Präsidentin des Nord-Süd-Zentrums, Deborah Bergamini, PACE-Präsident Mevlüt Çavuşoğlu, der Hohe Repräsentant der Allianz der Zivilisationen, Jorge Sampaio, die italienische Ministerin für Gleichstellung, Mara Carfagna, und der Vorsitzende der parlamentarischen Delegation Italiens bei der PACE, Luigi Vitali, werden im Palazzo Montecitorio eine Rede halten.

Die Veranstaltung findet im Sala del Mappamondo im italienischen Parlament statt. Im Laufe der zweitägigen Konferenz wird die Rolle der Frau als Akteurin des politischen und wirtschaftlichen Wandels im Arabischen Frühling analysiert. Außerdem stehen die Medien als Instrument zur Unterstützung der Aktivitäten der Frauen im Fokus. An diesen Gesprächen beteiligen sich Journalisten, Blogger, Filmregisseure und Vertreter des Sektors. Zum Abschluss des heutigen Tages hat die libysche Aktivistin Huda El Abdelaziz Muhamed den neuen Kontext des demokratischen Wandels nach der Diktatur hervorgehoben.