Der erste Raoul-Wallenberg-Preisdes Europarates ist am 17. Januar 2014 in Straßburg der jungen romastämmigen Filmregisseurin Elmas Arus aus der Türkei feierlich verliehen worden. Die Auszeichnung würdigt ihren bedeutenden Beitrag zur Sensibilisierung gegenüber der Lage der Roma in der Türkei und darüber hinaus.
Zwischen 2001 und 2010 besuchte Elmas Arus mit einer Gruppe Freiwilliger ihrer Universität mehr als 400 Roma-Siedlungen in 38 Städten der Türkei. Dabei produzierten sie 360 Stunden Filmmaterial und einen einstündigen Dokumentarfilm über die Herausforderungen, vor denen die Roma-Gemeinschaften in der Türkei stehen. Außerdem gründeten sie die Menschenrechtsorganisation „Sıfır Ayrımcılık" („Null Diskriminierung"), die ähnlichen Gruppierungen den Weg geebnet hat: Heute gibt es mehr als 200 Roma-Vereinigungen in der Türkei. Die Arbeit der Filmemacherin war bei der Ausarbeitung der Politik der „Öffnung gegenüber den Roma" durch die türkische Regierung im Jahr 2009 von grundlegender Bedeutung.
Interviews mit der Preisträgerin sowie den Ständigen Vertretern Schwedens und Ungarns