Personenbezogene Daten werden rund um die Uhr verarbeitet – am Arbeitsplatz von Personen, bei deren Kontakt mit Behörden, im Gesundheitswesen, beim Erwerb von Waren oder dem Gebrauch von Dienstleistungen, auf Reisen oder beim Surfen im Internet.

Viele Menschen kennen die Risiken im Zusammenhang mit ihren personenbezogenen Daten und ihre diesbezüglichen Rechte in der Regel nicht. Sie wissen selten, was sie tun können, wenn sie den Eindruck haben, ihre Rechte wurden verletzt bzw. wissen nicht über die Rolle der nationalen Datenschutzbehörden Bescheid.

Im Jahr 2006 beschloss der Europarat die Auflegung des Datenschutztages, der jedes Jahr am 28. Januar begangen wird, dem Tag an dem das Übereinkommen des Europarats zum Datenschutz, das „Übereinkommen 108“, zur Unterzeichnung aufgelegt wurde. Der Datenschutztag wird jetzt jährlich begangen und wird außerhalb Europas als „Privacy Day“ bezeichnet.

An diesem Tag organisieren Regierungen, Parlamente, nationale Datenschutzbehörden und andere Akteure Kampagnen zur Sensibilisierung für Datenschutz und Privatsphäre. Es handelt sich um Kampagnen für die breite Öffentlichkeit, Bildungsprojekte für Lehrer und Schüler, Tage der offenen Tür bei Datenschutzbehörden und Konferenzen.

Das Übereinkommen ist der einzige internationale Vertrag in diesem Bereich und wird regelmäßig aktualisiert, um sicherzustellen, dass die Datenschutzprinzipien immer den aktuellen Bedürfnissen entsprechen.

2018 2018
Europarat Straßburg 26. Januar 2018
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Europäischer Datenschutztag

Am 28. Januar 1981 wurde das Übereinkommen zum Schutz personenbezogener Daten, die „Konvention 108“, zur Unterzeichnung aufgelegt. In Erinnerung daran begeht der Europarat jedes Jahr den Europäischen Datenschutztag.

Mehr als 50 Länder auf der ganzen Welt haben dieses Übereinkommen bereits unterzeichnet. Es ist der  einzige internationale Vertrag auf diesem Gebiet; in ihm sind wesentliche Grundsätze zum Schutz personenbezogener Daten festgelegt..

Alle 47 Mitgliedstaaten des Europarats, sowie Mauritius, Senegal, Tunesien und Uruguay haben das Übereinkommnen ratifiziert. Andere Länder, darunter Argentinien, Burkina Faso, Kap Verde, Marokko und Mexiko, sind eingeladen dem Übereinkommen beizutreten. Zahlreiche andere Staaten beteiligen sich als Beobachterstaat an den Arbeiten des Ausschuss für das Datenschutzübereinkommen (Australien, Chile, Ghana, Indonesien, Israel, Japan, Kanada, Korea, Neuseeland und die Vereinigten Staaten).

Die "Konvention 108" wird derzeit aktualisiert, um Datenschutzverletzungen durch den Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechnologien Rechnung zu tragen, ihren Überwachungsmechanismus zu stärken und sicherzustellen, dass sie mit verschiedenen normativen Rahmenbedingungen weltweit, einschließlich des EU-Rechtsrahmens, vereinbar ist.

Podiumsdiskussion

Am 25. Januar veranstaltete der Europarat auf der internationalen Konferenz zu Computer, Privatsphäre und Datenschutz (CPDP) in Brüssel eine Podiumsdiskussion über die Möglichkeit, dass das Übereinkommen zu einem globalen Standard werden könnte, und seine Harmonisierung mit dem EU-Datenschutzrahmen.

Weitere Informationen zum Datenschutztag

Modernisierungsprozess

Video des Forums zur „Konvention 108: Konvergenz und Expansion“ des Europarats auf der 11. internationalen Konferenz "Computer-, Privatleben-und Datenschutz“ (CDPC) [Januar 2018]

Leitfaden Leitfaden

Rechte von Internetnutzern

Der Europarat hat eine Leitfaden für Internetnutzer herausgegeben, um ihnen ein besseres Verständnis für Ihre Menschenrechte im Internet zu vermitteln und zu erläutern, welche Maßnahmen sie ergreifen können, wenn ihre Rechte missachtet werden.

In der Regel können diese Rechte in den Bedingungen von Internetunternehmen nachgelesen werden. Allerdings handelt es sich dabei oft um langatmige Vertragsbedingungen, die selten gelesen und noch seltener vollkommen verstanden werden. Der Leitfaden enthält auch einen speziellen Abschnitt zu Privatsphäre und Datenschutz.

Handbuch Handbuch

Handbuch zum Europäischen Datenschutzrecht

Das Handbuch soll dazu dienen, das Bewusstsein für Datenschutz in der EU und den Mitgliedstaaten des Europarats zu stärken und Kenntnisse über diese Thematik zu verbessern, indem es als wichtiger Bezugspunkt für Leser dient. Das Handbuch richtet sich an Angehörige der Rechtsberufe, die nicht auf Datenschutz spezialisiert sind, sowie an Richter, nationale Datenschutzbehörden und andere Personen, die im Bereich des Datenschutzes tätig sind.

Videos Videos
Im Fokus des Kurzfilms: Die Gefahren für die Personen, die private Daten auf illegale Art und Weise erwerben wollen.