Details zum Vertrag-Nr.218

Übereinkommen des Europarats über einen integrierten Schutz, Sicherheit und Service-Ansatz bei Fußballspielen und anderen Sportveranstaltungen
Titel Übereinkommen des Europarats über einen integrierten Schutz, Sicherheit und Service-Ansatz bei Fußballspielen und anderen Sportveranstaltungen
Referenz SEV Nr.218
Zeichnungsauflegung Saint-Denis, 03/07/2016  - Vertrag aufgelegt zur Unterzeichnung durch die Mitgliedstaaten, den Vertragsstaaten des Europäischen Kulturabkommens und die Nichtmitgliedstaaten die das Übereinkommen SEV 120 vor 3. Juli 2016 beigetreten ist
Inkrafttreten 01/11/2017  - Ratifizierung durch 3 Staatenmitglieder.
Zusammenfassung

Um inner- und außerhalb der Stadien eine einladende Atmosphäre zu gewährleisten, sind die Behörden der Unterzeichnerstaaten laut der Konvention dazu verpflichtet:

  • öffentliche und private Akteure (Kommunalbehörden, Polizei, Fußballvereine, nationale Verbände und Fußballanhänger) aufzufordern, bei der Vorbereitung und Abhaltung von Fußballspielen zusammenzuarbeiten;
  • sicherzustellen, dass die Stadioninfrastruktur im Einklang mit den innerstaatlichen und internationalen Normen und Vorschriften steht, damit die Besucherströme wirksam gelenkt und die Sicherheit garantiert werden können; Notfallpläne müssen ausgearbeitet und im Rahmen regelmäßiger gemeinsamer Übungen geprüft und verbessert werden;
  • sicherzustellen, dass sich die Zuschauer während der gesamten Veranstaltung willkommen und gut behandelt fühlen, etwa indem die Stadien leichter zugänglich für Kinder, Ältere und Menschen mit Behinderung gemacht und die Sanitäreinrichtungen und Verpflegungsmöglichkeiten verbessert werden.

Zudem ist eine Reihe von Maßnahmen vorgesehen, um Gewalt und Fehlverhalten zu verhindern und zu sanktionieren, darunter Stadionverbote, Verfahren im Land des Vergehens oder im Wohn- oder Herkunftsland des Täters sowie die Einschränkung der Reisefreiheit anlässlich von Fußballspielen.Die Unterzeichnerstaaten verpflichten sich dazu, die internationale polizeiliche Zusammenarbeit zu stärken, indem sie nationale Fußballinformationsstellen (NFIP) bei den Polizeibehörden festlegen und somit den Austausch von Informationen und personenbezogener Daten im Zusammenhang mit internationalen Fußballspielen erleichtern.

Die Konvention wird das Europäische Übereinkommen über Gewalttätigkeiten und Fehlverhalten von Zuschauern bei Sportveranstaltungen und insbesondere bei Fußballspielen (SEV Nr. 120) ersetzen. Dieses wurde 1985 nach der Tragödie im Heysel-Stadion ausgearbeitet.

Der Expertenausschuss, der mit der Überwachung der Anwendung der Konvention aus dem Jahr 1985 beauftragt ist, bewertet vor und nach großen internationalen Turnieren (Welt- und Europameisterschaften) die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen. An dieser Bewertung sind die FIFA, die UEFA, der Verband europäischer professioneller Fußballligen, „Football Supporters Europe“, „Supporters Direct Europe“ sowie Interpol und die Europäische Union beteiligt.

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Quelle : Vertragsbüro auf http://conventions.coe.int - * Disclaimer.