
“Serbien befindet sich in einer Übergangsperiode, in der das Land danach strebt, die Hinterlassenschaften der von Gewalt geprägten Vergangenheit zu überwinden und den sozialen Zusammenhalt zu verbessern. Es sind nachhaltigere und mehr aufeinander abgestimmte Anstrengungen notwendig, um die schweren Menschenrechtsverletzungen des Krieges wieder gutzumachen, Diskriminierung zu beseitigen und die Medienfreiheit zu fördern”, erklärte der Menschenrechtskommissar des Europarates, Thomas Hammarberg, beim Abschluss seines viertägigen Besuchs in dem Land.
Der Kommissar wies darauf hin, dass ethnische Entpolarisierung und Versöhnung in der Region nicht ohne Gerechtigkeit für alle Kriegsopfer ohne Unterschied erreicht werden kann. Er unterstrich die Notwendigkeit, die anhängigen Fälle vermisster Personen zu entscheiden und alle Verbrechen im Zusammenhang mit dem Krieg wirksam zu verfolgen. Beide Angelegenheiten erfordern verstärkte regionale und zwischenstaatliche Zusammenarbeit, der sich Serbien anschließt.