
„Europa sieht sich derzeit mit einer ernsten Wertekrise konfrontiert, die über die Wirtschaftskrise hinausgeht, wie der Anstieg von Populismus und Extremismus in mehreren europäischen Ländern zeigt“, sagte Jean-Claude Mignon, Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE), anlässlich des Europatages (8. Mai).
„Europa befindet sich ein einer Phase großer Unsicherheit. Die Bürger misstrauen der Politik und haben ein Gefühl der Orientierungslosigkeit, während skrupellose Anführer diese Schwäche zu ihrem politischen Vorteil nutzen, indem sie zu Hass anstiften und Wunder versprechen, welche die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Errungenschaften unseres Kontinents untergraben. Manche lassen sich von diesem Gesang der Sirenen verführen.
Am diesjährigen Europatag möchte ich die Bedeutung der Grundwerte unserer Organisation hervorheben, die uns durch frühere Krisen geführt haben, die Werte der Europäischen Konvention der Menschenrechte. Im Europarat arbeiten mehr denn je daran, die Risse in den Demokratien zu reduzieren und die Bürger, insbesondere die Jugendlichen, mit den europäischen Werten zu versöhnen. Im Juni werden wir über die Lage der Demokratie in Europa debattieren: „Die Demokratie in Gefahr: die Rolle der Bürger und des Staates heute“. Im Oktober werden wird das erste Weltforum für Demokratie in Straßburg abhalten sowie die zweite Jugendversammlung, eine Veranstaltung, die mir besonders am Herzen liegt.
Populistische Illusionen sind keine Antwort auf diese Wertekrise. In Zeiten der Unsicherheit brauchen wir mehr Europa – das Europa der universellen Werte – nicht weniger.“
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