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Menschenrechtskommissar
21/02/2013
Tschechische Republik: Stärkere Anstrengungen gegen Segregation von Roma notwendig
Menschenrechtskommissar Nils Muižnieks

Straßburg, 21.02.2013 – „Die Segregation von Roma-Kindern im Bildungsbereich  bleibt ein großes Problem bei der Achtung der Menschenrechte in der Tschechischen Republik. Viele Roma-Kinder werden immer noch wie Kinder mit leichten Behinderungen unterrichtet. Dies verstößt gegen das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte im Fall D.H. und andere gegen die Tschechische Republik von 2007, in dem das Land für diese Praxis verurteilt wurde. Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, um diesen Mangel zu beheben“, so Nils Muižnieks, Menschenrechtskommissar des Europarates, bei der Veröffentlichung eines Berichts, der auf den Ergebnissen seines Besuchs vom 12. bis 15. November 2012 in der Tschechischen Republik basiert. Im Mittelpunkt des Besuchs standen die Rechte von Roma und Menschen mit Behinderungen.

 

Trotz einiger ermutigender Maßnahmen der Behörden, wie beispielsweise Strategien zur Integration, Maßnahmen gegen Hassreden und Bemühungen, die Zahl von Vertretern nationaler Minderheiten bei der Polizei zu erhöhen, bleibt immer noch viel zu tun, um die Romafeindlichkeit zu bekämpfen. „Die Situation der Roma ist insgesamt von Ausgrenzung und Marginalisierung geprägt. Die Maßnahmen, um dies zu verändern, müssen verstärkt werden, insbesondere beim Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung, einer angemessenen Unterkunft und der Freiheit von Diskriminierung.“ (weiter...)

 

 

Siehe auch:

Die Tschechische Republik im Europarat

Webseite des Menschenrechtskommissars