
Straßburg, 07.09.2012 – „Die jüngsten Bootsunglücke gestern vor der Küste der Türkei, bei denen vor allem viele Kinder ihr Leben verloren haben, und die Nachricht, dass nach dem Zwischenfall vor Lampedusa heute in den frühen Morgenstunden immer noch einige Menschen vermisst werden, sind eine Warnung für Europa im Hinblick darauf, was passieren kann, wenn menschliche Tragödien ignoriert werden, erklärte Tineke Strik (Niederlande, SOC), die die Bootsunglücke im Mittelmeer für die Parlamentarische Versammlung des Europarates (PACE) untersucht hat.
„Wir wissen, dass die Unfähigkeit zu einer angemessenen Reaktion auf die humanitären Folgen des Libyen-Konflikts unnötige Tode verursacht hat. Lasst uns bei dem Konflikt in Syrien diese Fehler nicht wiederholen“, schloss sie.
Anfang dieses Jahres hatte die Untersuchung von Senatorin Strik zu dem Zwischenfall im März 2011 die fehlende Reaktion auf Notrufe und „einen Katalog von Unzulänglichkeiten“ aufgedeckt, die zum Tod von 63 Menschen führten, die auf dem Seeweg vor dem Konflikt in Libyen geflohen waren. (weiter...)