Texas execution: Death is not justice

Generalsekretär
10/08/2012
Hinrichtung in Texas: Die Todesstrafe schafft keine Gerechtigkeit

Straßburg, 10.08.2012 – Der Generalsekretär des Europarates hat heute die folgenden Erklärung veröffentlicht: „Die Anwendung der Todesstrafe ist unter allen Umständen abscheulich und unzivilisiert und besonders wenn Kinder, ältere Menschen oder Menschen mit psychischen Erkrankungen hingerichtet werden. Dies war bei Marvin Wilson der Fall, der am Dienstag dieser Woche von den texanischen Behörden hingerichtet wurde, obwohl ihm bei einer psychologischen Untersuchung ein Intelligenzquotient von 61 bescheinigt wurde und er damit klar unter der Schwelle zur geistigen Kompetenz lag. Ich verurteile diese Hinrichtung und bin enttäuscht, dass der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten dies nicht verhindert hat, trotz seiner Entscheidung von 2002, welche die Hinrichtung geistig behinderter Menschen als „grausame und ungewöhnliche Strafe“ verbietet. Ich fordere die Vereinigten Staaten nachdrücklich auf, als Beobachterstaat des Europarates keine Hinrichtungen mehr zu vollstrecken und sich der wachsenden Zahl von Staaten anzuschließen, welche die Todesstrafe ablehnen. Die Todesstrafe schafft keine Gerechtigkeit.“