
Straßburg, 19.10.2012 – Der Europarat hat damit begonnen, eine Konvention über die Manipulation von Sportergebnissen und insbesondere von Spielabsprachen auszuarbeiten. Das Ministerkomitee hat zu Beginn dieses Jahres das Erweiterte Teilabkommen über Sport (EPAS) aufgefordert, Verhandlungen aufzunehmen, wobei sowohl Mitglieds- als auch Nichtmitgliedstaaten von EPAS an den Verhandlungen und der Ausarbeitungen teilnehmen können.
Warum eine Konvention? Das Problem der Spielabsprachen betrifft nicht nur den Sport. Es geht auch um die Bekämpfung der organisierten Kriminalität, der Korruption, der Manipulation von Sportergebnissen sowie um den Schutz der Grundwerte der 47 Mitgliedstaaten des Europarates und insbesondere um das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit. Durch die neue internationale Konvention entsteht ein verbindliches Instrument, dem sich europäische und nichteuropäische Länder anschließen können, die darauf bedacht sind, den weltweit zunehmenden Spielmanipulationen ein Ende zu setzen.
Der Europarat ist entschlossen, wie vor 25 Jahren mit der Anti-Doping-Konvention, eine Vorreiterrolle zu übernehmen und die internationale Zusammenarbeit zu verstärken sowie den Weg für weltweite Maßnahmen zu ebnen.
Empfehlung CM/Rec(2011)10