
Der Generalsekretär des Europarates, Thorbjørn Jagland, hat die Europäer dazu aufgefordert, sich zu Ehren der während des Zweiten Weltkriegs durch das NS-Regime getöteten Roma für den Aufbau einer besseren Zukunft für nachfolgende Generationen einzusetzen.
In seiner Rede anlässlich des Gedenkens der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944, als mehrere Tausend Roma im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau massakriert wurden (die Tragödie ist innerhalb der Roma-Gemeinschaft als Samudaripen oder Porajmos bekannt), sagte Thorbjørn Jagland, dass Lehren aus der Vergangenheit gezogen werden müssen. „Ein Gedächtnistag gibt uns Gelegenheit darüber nachzudenken, wie wir dem Versprechen des „Nie wieder” gerecht werden. Die traurige Wahrheit ist die, dass die Roma in Europa noch immer massive Ablehnung, Diskriminierung und sogar Gewalt und Hass mit rassistischem Hintergrund erfahren. Wir müssen rechtliche Maßnahmen schaffen, um der Diskriminierung entgegenzuwirken und eine verbesserte Integration der Roma in die Gesellschaft zu fördern. Dabei ist mehr Wissen über die Kultur und die Geschichte der Roma, insbesondere über das dunkelste Kapitel der Roma-Verfolgung, ein gutes Mittel zur Bekämpfung von Vorurteilen und Intoleranz. Der Europarat versucht, die Erinnerung durch die Aufnahme des Samudaripen in den Schulunterricht und die gleichzeitige Förderung von Toleranz und Gerechtigkeit gegenüber den Roma in allen Ländern aufrechtzuerhalten."