SG ghetto Warsaw

Generalsekretär
18/04/2013
Generalsekretär Jagland gedenkt des 70. Jahrestags des Aufstands im Warschauer Ghetto
Thorbjørn Jagland

Straßburg, 18. April 2013 – Am 19. April begeht Polen mit der Eröffnung eines Museums zur Geschichte der polnischen Juden in Warschau und einer Gedenkveranstaltung, der der letzte überlebende Held des Aufstands beiwohnen wird, den 70. Jahrestag des Aufstands im Warschauer Ghetto. In Anerkennung derer, die Widerstand gegen die Unterdrückung durch die Nazis geleistet haben, hat Generalsekretär Jagland folgende Erklärung abgegeben:

 

„Während des Aufstands im Warschauer Ghetto weigerten sich Tausende Frauen, Männer und Kinder, vor der erbarmungslosen Unterdrückung der Nazis zu kapitulieren. Sie entschieden sich dafür, Widerstand zu leisten und für ihre Rechte zu kämpfen.

 

Heute möchte ich diese europäischen Helden des Aufstands im Warschauer Ghetto ehren. Ich möchte ihr Opfer, ihren Mut und ihren Kampfgeist würdigen. Ihre Botschaft ist immer noch stark und klar: Niemand sollte seiner grundlegenden Menschenrechte beraubt werden. Jeder Mensch hat das Recht, sein Recht auf Leben zu verteidigen und seinen Überzeugungen Ausdruck zu verleihen.

 

Der Europarat wurde in dem einmütigen Wunsch auf dem ganzen Kontinent, diese Grundrechte zu schützen, ins Leben gerufen. Seit 1949 – nur sechs Jahre nach dem Aufstand – haben wir uns dafür eingesetzt, zu verhindern, dass Rassismus und Antisemitismus wieder beherrschende Kräfte in Europa werden. Doch neue Ausbrüche von Fremdenfeindlichkeit und Hassreden – besonders in Zeiten der Krise – zeigen, dass unser Handeln mehr denn je erforderlich ist.


Das Andenken derer, die im Warschauer Ghetto gekämpft haben, sollte für uns alle eine Inspiration bleiben, diese Herausforderung anzunehmen.“

 

Pressemitteilung