
Straßburg, 05.10.2012 – „Als Parlamentarier messe ich der politischen Teilhabe der Jugend eine sehr große Bedeutung bei. Es ist äußerst wichtig, der jungen Generation den Zugang zu politischen Mandaten auf nationaler wie auf europäischer Ebene zu öffnen, um das Misstrauen der Jugend gegenüber den politischen Führern zu verringern. Damit ist es jedoch nicht getan: Ebenso sollten formelle und informelle Mechanismen für partizipatorische Demokratie entwickelt werden, um allen interessierten Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, am Entscheidungsfindungsprozess teilzunehmen“, so Jean-Claude Mignon, Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE) im Rahmen der Eröffnung der Jugendversammlung im Plenarsaal der Parlamentarischen Versammlung in Straßburg.
„Nach der ersten Jugendversammlung im Jahr 1999, als der Europarat sein 50-jähriges Bestehen feierte, bin ich stolz, diese Initiative in die Wege geleitet zu haben, zumal die Teilnehmer des Weltforums für Demokratie in der nächsten Woche die von Ihnen beschlossenen Empfehlungen aufmerksam prüfen werden, und vierzig von Ihnen die Möglichkeit haben werden, an diesem großen Ereignis teilzunehmen.“
„Die jungen Generationen leiden oft am stärksten unter der Inteloranz und Diskriminierung, die auf eine Stigmatisierung folgen”, sagte Generalsekretär Thorbjørn Jagland bei der offziellen Eröffnung der Jugendversammlung des Weltforums für Demokratie am Freitag in Straßburg.
170 junge Menschen treffen sich im Rahmen der Jugendversammlung 2012 drei Tage lang im Europarat, um über Themen in Zusammenhang mit Jugend und Demokratie zu diskutieren, darunter auch Bereiche wie Religion, Globalisierung, neue soziale Medien, Zugang zu sozialen Rechten, Migration, Integration von Minderheiten und politische Bildung.
Der Europarat beteiligt sich seit über 40 Jahren an Jugendprojekten und hat vor kurzem ein innovatives Projekt gegen die Anstachelung zum Hass im Internet entwickelt.