
Die Situation der Sinti und Roma in Italien bietet weiterhin Anlass zu ernsthafter Beunruhigung – eine Umorientierung von Zwangsmaßnahmen wie Zwangsräumungen und –ausweisungen hin zu sozialer Integration, Anti-Diskriminierung und Bekämpfung von Antiziganismus ist notwendig“, erklärte der Menschenrechtskommissar des Europarates, Thomas Hammarberg, in seinem Bericht über den Besuch in Italien im Mai 2011 während dessen er über die Situation der Roma-Minderheit sowie der Migranten aus Nordafrika sprach.
Der Kommissar ist besorgt über den rassistischen und fremdenfeindlichen politischen Diskurs gegenüber Sinti und Roma. Effiziente Maßnahmen, um diesem Phänomen entgegenzuwirken, sind erforderlich, darunter selbstregulierende Initiativen durch politische Parteien und eine entschiedene Umsetzung der strafrechtlichen Bestimmungen gegen rassistisch motivierte Straftaten. Darüber hinaus betont er die Notwendigkeit der Förderung des Wissens über die Geschichte und Kultur der Roma zur Bekämpfung des Antiziganismus, beispielsweise durch die Verbreitung und Verwendung der Informationsblätter zur Geschichte der Roma des Europarates.