
Straßburg, 29.03.2012 – “Gerade als wir die Hoffnung hatten, dass Japan, ein Beobachterstaat des Europarates, sich in Richtung eines Moratoriums für Hinrichtungen und vielleicht gar der Abschaffung der Todesstrafe bewegt, wurden leider drei Insassen der Todeszelle gehenkt. Ich bedauere diese unvermittelte, brutale Tat. Der Tod schafft keine Gerechtigkeit“, sagte Thorbjørn Jagland, Generalsekretär des Europarates.
Der Präsident der Parlamentarischen Versammlung, Jean-Claude Mignon, verurteilte die Hinrichtungen ebenfalls auf das Schärfste. „Wir erwarten von Japan, als einem Land, das beim Europarat einen Beobachterstatus innehat, dass es unsere Werte und Grundsätze teilt. Im April letzten Jahres hat die Versammlung Japan erneut nachdrücklich aufgefordert, sich dem wachsenden Konsens unter jenen demokratischen Staaten, die die Todesstrafe abgeschafft haben, anzuschließen, um die Menschenrechte und die menschliche Würde zu schützen. Diese Hinrichtungen zeigen, dass Japan sich entschieden hat, unsere Aufforderung zu ignorieren und die internationale Gemeinschaft herauszufordern, indem es sich weiterhin gegen den weltweiten Trend zur Abschaffung stellt.“ (weiter...)