
Straßburg, 15.05.2012 – Der Generalsekretär des Europarates, Thorbjørn Jagland, hat davor gewarnt, dass Diskriminierung und Vorurteile gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender weiterhin das Leben von Millionen Europäern zerstören und nicht ignoriert werden können. In einer heute veröffentlichten Erklärung sagte er:
„Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender sehen sich in den meisten, wenn nicht allen, Mitgliedsstaaten des Europarates noch immer mit Intoleranz und sozialen Hindernissen konfrontiert. Die jüngsten Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zeigen ungerechtfertigte Verbote oder administrative Hürden für Gay-Pride-Paraden auf. Sie betonen Probleme in Zusammenhang mit der Gewährung sozialer Rechte wie das Recht auf Anstellung. Mehrere beim Gerichtshof anhängige Beschwerden betreffen die Anschuldigung der „homosexuellen Propaganda“ und könnten zu Verletzungen der Freiheit der Meinungsäußerung führen. Die Einführung einer solchen Gesetzgebung hat oft auf lokaler oder regionaler Ebene ihren Anfang genommen, findet aber in einigen Ländern in den letzten Monaten ein Echo auf nationaler Ebene.“ (weiter...)