
Demokratie als System, das universelle Werte verankert. Demokratie als Quelle des Friedens. Demokratie als Garant für Wohlstand und Fortschritt. Europarats-Generalsekretär Jagland hat heute bei der Eröffnung des Forums für Demokratie die einzigartige Rolle der Demokratie weltweit betont.
„Unser Modell der Demokratie ist in Gefahr, weil seine Institutionen größtenteils national sind während die meisten Probleme – und potentiellen Lösungen – global sind“, fügte Thorbjørn Jagland hinzu und würdigte den Einfluss neuer Technologien auf die internationale politische Bühne. „In der Politik von heute twittern einige Politiker schneller als sie denken“, fuhr Jagland fort. „Wenn alle „folgen“, wer führt dann?“
Kann Demokratie wirklich funktionieren, wenn die Menschen twittern, aber nicht wählen? Wie können die traditionelle repräsentative Demokratie und die neuen Entwicklungen der technologischen direkten Demokratie in Einklang gebracht werden?
Wie soll dem wachsenden Misstrauen gegenüber Institutionen und politischen Parteien begegnet werden? Wichtige Fragen stehen zur Debatte.
Der Generalsekretär hob auch die Universalität der Demokratie in Zusammenhang mit dem Arabischen Frühling hervor und wies darauf hin, wie sich die Realität im Jahre 2012 von den Hoffnungen von 2011 unterscheidet.
„Es ist höchste Zeit, Religion und Politik zu trennen: Die Politik schadet heute der Religion und der Missbrauch von Religion schadet der Politik“, betonte Jagland.
Rede