
Der Nord-Süd-Preis des Europarates wird seit 1995 jedes Jahr an zwei Persönlichkeiten vergeben, die sich durch ihren Einsatz für die Förderung der Menschenrechte, die Entwicklung des interkulturellen Dialogs und die Stärkung der Solidarität zwischen dem Norden und dem Süden auszeichnen. Dieses Jahr geht der Preis
- für den Norden an Boris Tadić, Präsident der Republik Serbien, als Anerkennung für sein politisches Handeln zur Aussöhnung auf dem Balkan und zur Integration seines Landes in den europäischen Aufbauprozess. Seine Unterstützung für die internationale Justiz war von entscheidender Bedeutung bei der Verhaftung der zwei letzten Straftäter, die vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien gesucht wurden (Ratko Mladić und Goran Hadžić), und deren Überstellung nach Den Haag 2011,
- für den Süden an Souhayr Belhassen (Tunesien), Präsidentin der Internationalen Menschenrechtsföderation (FIDH), als Anerkennung für ihren langjährigen Einsatz für die Menschenrechte weltweit sowie für ihren Kampf für die Rechte der Frauen in Entwicklungsländern. Ihr Werdegang ist ein Beispiel und ein Symbol für die wichtige Rolle der Frauen bei den historischen Veränderungen, die 2011 in der arabischen Welt stattfanden.
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