GRETA France 2013

Expertengruppe gegen Menschenhandel
28/01/2013
Frankreich soll Kampf gegen Menschenhandel verstärken

Straßburg, 28.01.2013 - Die Expertengruppe des Europarates gegen Menschenhandel (GRETA) hat die französischen Behörden nachdrücklich aufgefordert, mehrere Maßnahmen zur Verbesserung der Bekämpfung des Menschenhandels in Frankreich zu ergreifen.

 

In ihrem ersten Bericht über Frankreich appelliert GRETA an die Behörden, unverzüglich einen koordinierten nationalen Aktionsplan gegen Menschenhandel ins Leben zu rufen.
Die Expertengruppe empfiehlt darüber hinaus die Einrichtung eines nationalen Mechanismus, um die Opfer von Menschenhandel formell zu identifizieren und sicherzustellen, dass sie Hilfe und Schutz erhalten.

 

Da keine detaillierten Statistiken vorliegen, ist es laut dem Bericht schwierig, eine genaue Bilanz zu ziehen und sich abzeichnende Entwicklungen auszumachen, insbesondere im Bereich der Ausbeutung von Arbeitskraft. Es gibt jedoch Hinweise, dass jedes Jahr mehrere tausend Menschen Opfer dieser Art der Ausbeutung werden. Es wird angenommen, dass auch die Zahl der Kinder, die Opfer von Menschenhandel werden, gestiegen ist, insbesondere von Roma-Kindern, die aus Südosteuropa kommen und zum Betteln und Diebstahl gezwungen werden. (weiter...)

 

 

Siehe auch:

Frankreich im Europarat