
Bei der Eröffnung einer EU-Konferenz in Brüssel über die Gleichstellung von Frauen und Männern hat Maud de Boer-Buquicchio betont, dass - trotz der vielen verschiedenen Rechtsinstrumente, die bereits in Kraft getreten sind - die Gleichstellung von Frauen und Männern für Millionen von Frauen in Europa und weltweit nach wie vor nicht Wirklichkeit geworden ist.
Die Stellvertretende Generalsekretärin hob drei spezielle Bereiche hervor, die von besonderer Bedeutung sind, nämlich die Notwendigkeit der stärkeren Teilhabe von Frauen bei Entscheidungsprozessen, die Beseitigung von fortwährend bestehenden Lohnungleichheiten sowie die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen.
De Boer-Buquicchio unterstrich die Bedeutung der wegweisenden Europaratskonvention zur Gewalt gegen Frauen, einschließlich häuslicher Gewalt, und forderte die EU und ihre Mitgliedsstaaten dazu auf, den Text zu unterzeichnen und zu ratifizieren.
„Bis heute haben 16 von 47 Mitgliedsstaaten des Europarates die Konvention unterzeichnet. Wie die Mehrheit der jüngsten Europaratskonventionen steht sie auch nicht-europäischen Ländern offen. Ich hoffe, dass viele von ihnen, einschließlich der Europäischen Union, beitreten werden", sagte sie.