
Der MONEYVAL-Ausschuss des Europarates (Expertenausschuss zur Bewertung von Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung) hat heute den Evaluierungsbericht der vierten Runde über Albanien veröffentlicht. Der Bericht hebt hervor, dass Albanien seit dem Evaluierungsbericht der dritten Runde im Jahr 2006 bedeutende Fortschritte zur Verbesserung des Systems zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (AML/CFT) gemacht hat. Dennoch bleibt das Risiko der Geldwäsche weiterhin hoch. In Albanien besteht seit langer Zeit das organisierte Verbrechen mit Netzwerken, die auf Clanstrukturen und Hierarchie beruhen und hauptsächlich am Drogenhandel beteiligt sind. Die relative Bedeutung der auf Bargeld basierenden Schattenwirtschaft erleichtert die Geldwäsche und Integration von Erträgen aus Straftaten. Weitere Faktoren, die zum Geldwäscherisiko in Albanien beitragen, sind die Anzahl der Sektoren, in denen illegalen Praktiken - einschließlich illegale Glücksspieleinrichtungen und Wechselstuben - ermittelt wurden, sowie Sicherheitslücken im Hinblick auf grenzüberschreitende Bargeldtransporte. (weiter...)